Serie über Ehrenamtler im Kirchenkreis Hittfeld
Michael Riemann engagiert sich im Kirchenkreisvorstand: "Bis wir eine Lösung haben"

Michael Riemann: "Man kann viel für die Menschen 
bewegen"
  • Michael Riemann: "Man kann viel für die Menschen
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  • Foto: privat
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os/nw. Hittfeld. Ohne sie wäre der Kirchenkreis Hittfeld um einiges ärmer: Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich und setzen sich für andere ein. Im vierten Teil der WOCHENBLATT-Serie, in der wir in Kooperation mit dem Kirchenkreis Hittfeld die Ehrenamtler vorstellen, geht es um Michael Riemann (62). Er engagiert sich im Kirchenkreisvorstand.
Michael Riemann ist ein vielbeschäftigter Mann. Er ist seit 30 Jahren Führungskraft bei der Deutschen Bank, derzeit leitet er ein Team für Baufinanzierungen. Lange Arbeitstage, Abendtermine und Geschäftsreisen gehören zu seinem Alltag. Doch trotz seines anspruchsvollen Berufes engagiert er sich ehrenamtlich im Kirchenkreisvorstand. „Es macht mir viel Spaß, es ist interessant zu sehen, wie Kirche funktioniert, wie ein Kirchenkreis bei unterschiedlichen Interessenlagen arbeitet und was man alles für Gemeinden und Menschen bewegen kann“, sagt Michael Riemann.
Was tut ein Kirchenkreisvorstand? Die Kirchenvorstände der 17 Kirchengemeinden des Ev.-luth. Kirchenkreises Hittfeld entsenden nach einer Kirchenvorstandswahl Mitglieder in die Kirchenkreissynode (KKS), sie gilt als „Parlament“ und ist das höchste, beschlussfassende Gremium eines Kirchenkreises. Zu den zentralen Aufgaben gehören unter anderem die Finanz- und Stellenplanung des Kirchenkreises. Die KKS arbeitet in Ausschüssen, auch der Kirchenkreisvorstand (KKV) ist ein Ausschuss. Der KKV sorgt für die Ausführung der Beschlüsse der Kirchenkreissynode und unterstützt den Superintendenten bei der Leitung des Kirchenkreises. Zudem bereitet der KKV Projekte und Vorlagen vor, über die die KKS entscheidet.
Michael Riemann ist jetzt in der dritten Periode im KKV und erster stellvertretender Vorsitzender. „Ein Kirchenkreisvorstand lebt vom Superintendenten und der Zusammensetzung des Gremiums“, sagt Riemann. Und diese sei gerade richtig gut. Einmal im Monat trifft sich der KKV: „Ich mag die Arbeit dort, weil wir miteinander diskutieren und reden, bis wir eine Lösung gefunden haben.“ Die KKV-Mitglieder begleiten den Superintendenten Dirk Jäger bei Visitationen von Kirchengemeinden: „Wir sehen oft mit einem anderen Blick auf Dinge, etwa bei Neu- oder Umbauten. Dann hilft unser Rat.“
Für eine vierte Periode will Michael Riemann nicht mehr kandidieren, jetzt müsse ein Jüngerer ran. Dabei sei es wichtig, Mitglieder zu finden, die unabhängig sind, Stärke aus ihrer beruflichen Tätigkeit mitbringen und sich für alle Gemeinden einsetzen. „Nur wenn sie gelöst von Interessen einzelner Gemeinden denken, kann ein KKV konstruktiv arbeiten.“ Was sollte ein KKV-Mitglied mitbringen? „Man muss Impulse setzen wollen, querdenken können, manchmal gegen den Strom agieren, ausgleichend und kompromissbereit sein.“ Und man bräuchte einen langen Atem. „Es hat Jahre gebraucht, bis ich verstanden habe, wie Kirche tickt.“
Der KKV entsandte ihn auch in den Beirat und die Gesellschafterversammlung des Hospiz Nordheide. „Ich arbeite gern in diesen Gremien und helfe mit, dass der Neubau in die richtige Richtung kommt.“ Aber irgendwann ist auch bei Michael Riemann Freizeit angesagt, dann spielt er mit seiner Frau Heike Golf: „Es gibt nichts Besseres, als vier Stunden in der Natur zu sein, sich auf den Sport zu konzentrieren und mit seiner Frau zusammen zu sein.“

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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