Schwerer Kran bringt die Yachten in den Elbhafen

Daniel Eggert steht am Hafenbecken, während der Kran 
ein Boot zu Wasser lässt Fotos: Sulzyc
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Der Yachtclub Bullenhausen startet in die Saison / Immer mittwochs eine Regatta

ts. Bullenhausen. Von der Elbe aus betrachtet, scheinen rote und weiße Boote für einen Moment über den grünen Deich zu schweben. Wie alles im Leben, ist das eine Frage der Perspektive. Nichts fliegt hier. Vielmehr hievt ein Kran, der bis zu 45 Tonnen Last heben kann, bis zu acht Tonnen schwere Yachten in das Hafenbecken bei Bullenhausen. Damit hat die Saison beim Yachtclub Bullenhausen begonnen. Sie dauert bis Anfang Oktober.
Entlang der Elbe werden jetzt viele Boote mit Hilfe eines Krans zu Wasser gelassen. In Bullenhausen sind es sieben Skipper, die das Kranen nutzen, um nach der Winterpause endlich segeln zu können. 40 Liegeplätze bietet der Yachthafen, 35 für Mitglieder und fünf für Gäste. "Die übrigen Mitglieder werden in den nächsten Wochen ihre Boote zu Wasser lassen. Nicht mit dem Kran, sondern über eine Slipanlage", sagt der 3. Vorsitzende Daniel Eggert.
Das Kranen ist eine einmalige Sache. Die Teilnehmer teilen sich die Kosten, etwa 50 Euro für jeden. Der Kranführer manövriert das an Seilen hängende Boot per Joystick in Richtung Wasseroberfläche und legt die schwere Last auf dem spiegelglatten Wasser ab. Das windstille Wetter hilft bei der Präzisionsarbeit am Kai. Bei Seegang bräuchte man mehr Hände. Nicht einmal zwei Stunden dauert es, bis die sieben Boote an ihrem Liegeplatz liegen.
Der 1. Vorsitzende Peter Golz legt bei jeden Boot mit Hand an. Endlich liegt auch seine kleine Regattayacht im Wasser, die "Marsupilami", benannt nach einer französischen Comicfigur. Wie die übrigen Skipper wird Peter Golz den Nachmittag damit verbringen, das Boot fit für die Saison zu machen. Beim Aufsetzen des Mastes sind Präzision und Können gefragt. Jeden Mittwoch startet der Yachtclub Bullenhausen eine Regatta. Auch Peter Golz wird dabei sein. Die Vegvisir Langstreckenreagga in Süddänemark wird sein Saisonhöhepunkt sein.
Das Segelrevier bei Bullenhausen stellt die Skipper vor Herausforderungen. Spaziergängern am Deich scheinen die Binnenfrachtschiffe auf der Elbe eher gemächlich zu fahren, aber: "Für uns sind sie schnell", sagt Peter Golz. Die Strömung mit zweieinhalb Knoten sei auch "nicht ohne".
Stolz ist der Verein auf seine Jugendarbeit. Während in vielen Yachtclubs meist Senioren das Bild prägen, liege das Durchschnittsalter in Bullenhausen bei 50 Jahren. "Das ist ungewöhnlich jung. Wir haben den Generationenwechel geschafft", sagt der 3. Vorsitzende Daniel Eggert, der 35 Jahre alt ist.
Gäste machen nur selten in Bullenhausen fest. Ein Grund dafür dürfte sein, dass ein Gasthaus am Hafen fehlt. Eine Einkaufsmöglichkeit, ein Edeka-Markt, liegt aber nur etwa 2000 Meter weit entfernt.
Wer die Segler sehen möchte: Am Mittwoch, 11. April, 18 Uhr, startet der Yachtclub Bullenhausen die erste Regatta der Saison.

Zur Vereinsgeschichte:

(ts). Das Hafenbecken an der Elbe bei Bullenhausen entstand während umfassender Deichbauarbeiten im Jahr 1967 - eine Reaktion auf die katastrophale Sturmflut von 1962.
Bis zum Jahr 1972 hatte nur ein Fischer den Hafen genutzt. Die Interessengemeinschaft Yachthafen Bullenhausen und Bürgermeister Erich Sievers trieben den Hafenausbau voran und eröffneten im Juni 1972 die Segelsaison.
Am 19. Februar 1974 entstand aus der Interessengemeinschaft der Yachtclub Bullenhausen.
1991 baute der Verein sein schwimmendes Clubhaus mit Küche, Toilette und Duschen. Zur Vereinsgeschichte

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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