++ Neueste Meldung ++

Britische Corona-Mutation im Landkreis Stade entdeckt

Seevetal: Neue Hundestationen nur mit Paten

Viele Hundestationen in Seevetal sind in schlechtem Zustand
  • Viele Hundestationen in Seevetal sind in schlechtem Zustand
  • Foto: Grundt
  • hochgeladen von Katja Bendig

kb. Seevetal. Es ist eine Frage, an dem sich die Geister offensichtlich scheiden: Wie lässt es sich vermeiden, dass Beete, Fußwege und Grünflächen mit Hundekot oder achtlos weggeworfenen Hundekotbeutel verunreinigt werden? Während die einen darauf pochen, dass es an den Hundehaltern ist, ihr Verhalten zu ändern und der Allgemeinheit keine Kosten für z.B. Hundestationen, an denen es Beutel und auch eine Wegwerfmöglichkeit gibt, zumuten wollen, sehen es andere pragmatischer: "Zahlreiche Beispiele zeigen, wie viel sauberer die Landschaft ist, wenn es schlicht mehr Hundestationen gibt", sagt Marlis Grundt vom Verein Hundelobby Seevetal.
Nachdem die Ortsräte der Gemeinde zum Thema befragt wurden, stand die Diskussion um zusätzliche Stationen nun erneut im Finanzausschuss auf der Tagesordnung. Das Votum aus den Ortsräten war zuvor unterschiedlich ausgefallen. Während es in einigen Ortsratsbereichen, z.B. Hittfeld, laut Ortsratsbeschluss durchaus Bedarf für neue Stationen gibt, sehen andere Ortsräte lediglich die Notwendigkeit, die vorhandenen Stationen auszubessern. Für Klaus Prigge von den Freien Wähler, die das Thema kürzlich aufs Tapet brachten, unverständlich: "Es ist bedauerlich, dass keine zusätzlichen Bedarfe festgestellt wurden. Es wäre ja relativ einfach, Lösungen zu schaffen und die Landschaft sauberer zu halten." Für Stephanie Gildemeister-Fuchs (CDU) kein Thema: "Ich verstehe nicht, warum die Gemeinschaft dafür aufkommen soll, dass Hundehalter sich so rücksichtslos verhalten." Bürgermeisterin Martina Oertzen beschrieb den derzeitigen Zustand als beklagenswert, zusätzliche Ausgaben für Hundestation sah aber auch sie kritisch. "Vielleicht sollten wir eher eine Öffentlichkeitskampagne starten und an die Vernunft der Hundehalter appellieren", so Oertzen.
Der Ausschuss sprach sich letztlich dafür aus, dass die Gemeinde die bestehenden Station überprüfen und gegebenenfalls ausbessern soll. Neue Stationen sollen hingegen nur aufgestellt werden, wenn sich dafür Paten finden. Dieses System hat sich jedoch bereits in der Vergangenheit als unpraktikabel erwiesen. Viele Paten waren abgesprungen, weil sie nicht nur die Stationen mit Beuteln bestücken, sondern auch die gefüllten Beutel in ihrem Hausmüll entsorgen sollten.
Marlis Grundt von der Hundelobby Seevetal ist von diesem Ergebnis enttäuscht. "Es ist sehr schade, dass der Vorschlag, auch von einzelnen Ortsräten, die gemeindlichen Müllkörbe um die kostengünstigen Hundekotbeutelboxen zu erweitern, gar nicht zur Abstimmung stand", sagt Grundt. Für sie wäre das die einfachste Lösung gewesen: "Für nur 45 Euro könnten vorhandene Mülleimer mit Beutelspendern nachgerüstet werden", so Grundt.

Kommentar:

Investieren statt Moral predigen

Warum soll die Allgemeinheit für das Fehlverhalten Einzelner einstehen? Ich finde diese Frage in der Diskussion um die Hundestationen verfehlt. Zum einen zahlen Hundebesitzer eine - wenn auch nicht zweckgebunden zu verwendende - Extra-Steuer, zum anderen ist es grundsätzlich so, dass längst nicht alle Steuerausgaben allen Bevölkerungsgruppen zugute kommen.
Millionen für Sportzentren - da könnten alle auf die Barrikaden gehen, die keine Lust auf Sport haben oder lieber im Wald laufen und zu Hause trainieren. Ganztagsschulen, Kitas und Krippen - wichtige Einrichtungen, die Kinderlose mitfinanzieren, aber nicht nutzen. Kulturförderung und Büchereien - für Theater-, Kunst- und Lesemuffel sicher obsolet.
Mit einer tatsächlich überschaubaren Summe Hundehaltern das Leben zu erleichtern und im Zuge dessen dafür zu sorgen, dass Landschaft und Gehwege sauberer bleiben, davon profitieren alle und nicht nur "Herrchen" und "Frauchen". Deshalb sage ich: Lieber investieren, als den moralischen Zeigefinger zu heben. Katja Bendig

Autor:

Katja Bendig aus Seevetal

Panorama

Corona-Zahlen für den Landkreis Harburg
In Hanstedt liegt der Inzidenzwert bei 0

as. Landkreis Harburg. Der 7-Tage-Inzidenzwert im Landkreis Harburg ist weiterhin rückläufig: Am Montag, 27. Januar, liegt der Wert bei 53,85. Am Dienstag hatte der Landkreis noch einen Wert von 55 gemeldet.  In Hanstedt liegt der Inzidenzwert sogar bei 0. Dort sind derzeit noch 5 Erkrankte gemeldet. Kreissprecherin Katja Bendig warnt jedoch vor voreiligen Schlüssen: "Eine Inzidenz von 0 bedeutet nicht, dass es in Hanstedt kein Corona gibt. Es bedeutet nur, dass in den vergangenen sieben Tagen...

Service

Die meisten Neuinfektionen hat Stade
Corona-Zahlen im Landkreis Stade: Sechs Kommunen über der 1.000er-Marke

(jd). Die Hansestadt Stade verzeichnet nach dem erneuten Corona-Ausbruch im Johannisheim derzeit kreisweit den höchsten Anstieg bei den Fallzahlen. In den  vergangenen zehn Tage sind 90 Personen positiv auf den Coronavirus getestet worden. Buxtehude, das den zweithöchsten Wert hat, kommt in diesem Zeitraum lediglich auf 36 positive Tests. An dritter Stelle in Bezug die Zunahme der Corona-Fälle steht Harsefeld. In der Geestkommune sind innerhalb von zehn Tagen 26 neue Fälle hinzugekommen. Grund...

Panorama
2 Bilder

Aktuelle Zahlen vom 26. Januar / Impftermine frühestens Anfang Februar
Corona im Landkreis Harburg: Zwei Menschen sind gestorben

(ts).  Zwei weitere Menschen sind mit oder am COVID-19-Erreger gestorben, gab der Landkreis Harburg am Dienstag, 26. Januar, bekannt. Nach WOCHENBLATT-Informationen stammen die Verstorbenen aus dem Städten Buchholz und Winsen. Insgesamt sind damit 64 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Landkreis Harburg gestorben. Impfstofflieferungen des Landes Niedersachsen an den Landkreis Harburg reichen derzeit nicht aus, um zeitnah Impftermine vergeben zu können, teilte die Kreisverwaltung...

Politik
Die (stellvertretenden) Leitungen der evangelischen Kindertageseinrichtungen Stade stehen geschlossen hinter dem Brandbrief ihrer Kollegin Kirsten Wilhelmy (2.v.re.)

Brandbrief an die Landesregierung
Alarm aus den Kindertagesstätten im Landkreis Stade

jab. Stade. Sie sitzen auf ihrem Schoß, kuscheln, fassen ihre Betreuer mit Fingern an, die kurz vorher noch in ihrem Mund waren: die Kinder in den Kitas, die derzeit nur für Notbetreuung geöffnet sind. Ständig sind die Mitarbeiter der Gefahr ausgesetzt, sich bei ihnen mit Corona anzustecken. Denn oftmals verläuft eine Infektion bei den Kleinsten ohne Symptome. Auf die derzeitigen Missstände in den Einrichtungen in Bezug auf das Virus machen nun Leiter der evangelischen Kindertageseinrichtungen...

Panorama
Das Bethaus der Freien Evangeliumsgemeinde im Tostedter Gewerbegebiet
5 Bilder

Abstandhalten auch im Gottesdienst
Tostedter Freikirche in Corona-Zeiten

bim. Tostedt. Bundesweit sorgten freikirchliche Gemeinden in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen, weil sich manche nicht an die Corona-bedingten Versammlungsauflagen gehalten haben und als Corona-Hotspots gelten. Auch in Tostedt sind manche Bürger alarmiert: "Zum wiederholten Male fiel uns der rappelvolle Parkplatz vor der Freien Evangeliums Christengemeinde auf", teilten sie mit. Und: "Es kann doch nicht sein, dass wir uns an Kontaktbeschränkungen halten müssen und die Gemeindemitglieder,...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen