Seevetal setzt auf Kultur

Musikschulleiter Michael Ränger
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kb. Seevetal. 40.000 Euro Zuschuss - es war ein ordentlicher "Schluck aus der Pulle", den "The Musical Company" im Finanzausschuss der Gemeinde Seevetal beantragt hatte (das WOCHENBLATT berichtete). Dennoch fiel das Votum im Ausschuss positiv aus. Mit einer Gegenstimme aus der AfD stimmten die Ausschussmitglieder für die erneute Finanzhilfe, gleichzeitig stellte die Politik Bedingungen. "Wir würde es mit wenig Begeisterung sehen, wenn wir uns im kommenden Jahr erneut mit einem solchen Antrag konfrontiert sehen", so Frank Schmirek von der CDU. Die 40.000 Euro sollen zudem nicht als Pauschalsumme gezahlt, sondern als Defizitfinanzierung gewährt werden - sollte nicht die ganze Summe benötigt werden, wird sie auch nicht fällig.
Beschlossen wurde außerdem, dass "The Musical Company" zur zweiten Quartalssitzung des Ausschusses im kommenden Jahr einen Zwischenbericht liefern und zudem ein zukunftsfähiges Konzept erstellen soll. Des Weiteren will die Politik das Thema Kulturförderung im kommenden Jahr grundsätzlich angehen. "Wir müssen diskutieren, wie die Förderrichtlinien künftig aussehen können", so der Ausschussvorsitzende Matthias Clausen (Grüne).
Dass der "Musical Company", die zur Musikschule Seevetal gehört, erneut eine so hohe Förderung zugesagt wurde, liegt nicht nur an ihrer viel gelobten, herausragenden kunstlerischen Arbeit. Die Verantwortlichen konnten deutlich machen, dass die unerwartete Kostensteigerung nicht auf schlechter Planung beruht. "Wenn wir die großen Aufführungen wie angedacht in der Tennishalle des CCM in Maschen hätten durchführen können, hätten wir sehr viel mehr Zuschauer untergebracht", so Michael Ränger, Leiter der Musikschule. Doch die Idee scheiterte kurzfristig an der Genehmigung. Im Helbach-Haus, wo die Musicals schließlich aufgeführt wurden, stehen jedoch nur halb so viele Plätze zur Verfügung, wie in der Burg Seevetal, die derzeit saniert wird. An dieser Situation ändert sich auch im nächsten Dreivierteljahr nichts, so lange laufen die Arbeiten an der "Burg" noch.
Dort, wo "The Musical Company" selbst nachsteuern kann, wird es passieren, versicherte Gesamtleiter Pascal F. Skuppe. "Wir werden die Ticketpreise im kommenden Jahr in jeder Kategorie um fünf Euro erhöhen und auch die Unterrichtsentgelte werden pro Monat um zehn Euro aufgestockt", so Skuppe im Ausschuss. Beim Programm für das kommende Jahr setze man zudem auf Stücke, die ein großes Publikum ansprechen, und werbe weiterhin engagiert um Sponsoren und Mitglieder für den Förderkreis.
• Beim Blick in den Haushalt konnte Kämmerer Josef Brand Positives berichten. Die Gewerbesteuereinnahmen in Seevetal sind auf ein Rekordniveau gestiegen und liegen in 2017 bei 28,5 Millionen Euro - fünf Millionen Euro mehr als erwartet. Deshalb konnte Brand den Haushaltsansatz für das kommende Jahr auf 26,8 Millionen Euro erhöhen. Dafür muss die Gemeinde in 2018 allerdings auch rund 1,5 Millionen Euro Verlust beim Einkommenssteuer-Anteil verkraften. Schuld sind neue Schlüsselzahlen aus Hannover. Der zweite Haushaltsentwurf für das kommenden Jahr schließt mit einem positiven Gesamtjahresergebnis von knapp 2,5 Millionen Euro.

Autor:

Katja Bendig aus Seevetal

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