Interviewer als Interviewter
WOCHENBLATT-Redakteur Christoph Ehlermann zu Gast im Online-Jugendtalk

Beim Interview: Jugendpflegerin Lea Tewes und WOCHENBLATT-Redakteur Christoph Ehlermann im Medienzentrum vor dem "JuzDiggi"-Logo
  • Beim Interview: Jugendpflegerin Lea Tewes und WOCHENBLATT-Redakteur Christoph Ehlermann im Medienzentrum vor dem "JuzDiggi"-Logo
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ce. Hittfeld. Seit 25 Jahren arbeitet Christoph Ehlermann als Redakteur beim WOCHENBLATT und hat in dieser Zeit viele Menschen interviewt. Jetzt wurde er selbst zum Interviewten und stellte sich im Online-Talkformat "JuzDiggi" im Medienzentrum des Landkreises Harburg in Hittfeld den Fragen von Jugendpflegerin Lea Tewes.
"JuzDiggi" ist ein Gemeinschaftsprojekt von Jugendzentren aus dem Kreis Harburg, bei dem Interviews mit Personen des öffentlichen Lebens geführt werden und auch andere Aktivitäten laufen. Die Technik ist Teil des "DigiLab", eines im Medienzentrum eingerichteten Medienbildungslabors mit digitalem Schwerpunkt. Angestoßen wurde das seit März 2021 laufende Projekt von Tostedter Jugendpflegern nach dem Vorbild des Kölner "Jugendzentrums Digital".
Lea Tewes, die das Jugendzentrum in Christoph Ehlermanns Wohnort Salzhausen (Kreis Harburg) mit leitet, wollte von ihm unter anderem wissen, inwieweit das WOCHENBLATT Einfluss nehmen könne auf den Ausgang politischer Wahlen. "Wir stellen die Wahlkandidaten vor und stellen ihnen auch kritische Fragen zu ihren Zielen. Wie die Politiker in diesen Artikeln rüberkommen, hat durchaus Auswirkungen auf das Wahlverhalten unserer Leser", erklärte Ehlermann.
Zum brisanten Thema "Verbreitung von Fake News" stellte er klar: "Vor Fehlern in Artikeln aufgrund von Missverständnissen ist niemand gefeit. Wer aber bewusst Falschmeldungen in die Welt setzt, hat in unserem Beruf nichts verloren. Wir sind der Wahrheit verpflichtet."
Während des Online-Talks schalteten sich Jugendliche zu und wollten von dem Redakteur wissen, wie er zu Boulevard-Blättern wie der Bild-Zeitung stehe. "Für mich als Leser kommt die Bild oft zu reißerisch und blutrünstig daher", gestand er ein. Gefragt nach seinen emotionalsten Artikeln, erinnerte sich Ehlermann an seine Anfänge beim WOCHENBLATT, als er die Hintergründe des Freitodes eines jungen Neonazis recherchierte. "Ich musste auch mit dem Leiter der rechten Gruppierung sprechen, der der Jugendliche angehört hatte, hatte aber etwas Angst, dass die rechte Szene mit persönlichen Attacken auf meine Berichterstattung reagieren würde. Die Furcht war jedoch unbegründet, wir kommunizierten sehr sachlich miteinander."
Schließlich brannte Jugendpflegerin Lea Tewes und den zugeschalteten Heranwachsenden noch unter den Nägeln, welcher Promi Christoph Ehlermann in seinem Berufsleben besonders beeindruckt habe. "Neben Udo Lindenberg oder Wolfgang Niedecken von BAP war dies der englische Popstar Albert Hammond. Als ich selbst Jugendlicher war, trat er mit seinen Hits regelmäßig in der TV-Kultshow 'Disco' auf. Viele Jahrzehnte später durfte ich diesen äußerst sympathischen Menschen dann persönlich treffen. Ein tolles Erlebnis!"
• Das Interview auf Instagram unter #juzdiggi, auf Facebook unter juzdiggi und unter https://www.twitch.tv/videos/1476603143.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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