Entwässerung
Anwohner sehen neue Pläne zur Bebauung in Emmelndorf weiter skeptisch

Starkes Gefälle: Anwohner stehen auf der Fläche am Feldkamp, auf der Einfamilienhäuser geplant sind
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ts. Emmelndorf. Mit zwei neuen Entwürfen treibt die Seevetaler Gemeindeverwaltung eine mögliche Bebauung von bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen am Feldkamp in Emmelndorf voran. Dabei hat der Ausschuss für Planung und Umwelt des Gemeinderats erst im Dezember 2020 mit Mehrheit ein Baugebiet auf dem Terrain, dessen Entwässerung als schwierig gilt, abgelehnt.
Die Entwürfe sehen eine reduzierte Bebauung im Vergleich zu vor drei Monaten vor. 24 oder 19 Grundstücke für Einfamilienhäuser schlägt die Verwaltung nun vor - 30 sollten es noch vor drei Monaten sein. Neu in beiden Vorschlägen sind insgesamt knapp 2.000 Quadratmeter Blühwiesen.
Die Anwohnerinitiative, die in Gesprächen mit der Gemeindeverwaltung steht, hält die neuen Vorschläge mit Hinweis auf den feuchten Boden immer noch für ungeeignet und zu massiv. Anwohner fragen sich, warum die Gemeindeverwaltung nach dem Nein der Mehrheit im Planungsausschuss im Dezember ein solches Tempo vorlegt. "Wir wundern uns auch, dass neue Vorschläge zur Bebauung vorliegen, obwohl mehrere Fraktionen in Gesprächen mit uns geäußert haben, dass es mindestens schwierig sei, hier zu bauen", sagt Anwohner Dirk Otterson. Seevetal habe anerkannt, dass es Probleme mit der Entwässerung gebe, sagt auch Anwohner Marco Röske.
Die Gemeindeverwaltung hält die Entwässerung für ausreichend. Sie liege einem 30-jährigen Hochwasserereignis zugrunde. Anwohner dagegen beobachten, dass in den vergangenen Jahren in der Nachbarschaft nach starken Regenfällen Wege überschwemmt waren. Am 11. März kam es nach Regenfällen zu einem Wasserrückstau am Feldkamp. "Das zeigt, dass die aktuelle Entwässerungssituation alles andere als gelungen ist", sagt das Seevetaler Gemeinderatsmitglied Dr. Irmelin Schütze (Freie Wähler). Und dabei habe es sich lediglich um einen Landregen gehandelt und nicht um einen Starkregen, sagt Dirk Otterson. Bis in den Ortsteil Glüsingen laufe das Wasser ab, weil es in dem lehmigen Boden in Emmelndorf nicht einsickern könne, sagt er.
Den Anwohnern sei bewusst, dass Menschen Baugrundstücke in Seevetal suchen, sagt Dirk Otterson. Die Initiative schlägt eine Bebauung auf den höheren Ebenen des geplanten Baugebiets vor. Elf Grundstücke ließen sich auf diese Weise mit Einfamilienhäusern bebauen.
Der Ausschuss für Planung und Umwelt des Gemeinderats hat eine mögliche Bebbauung am gestrigen Dienstagabend, 16. März, beraten. Das Ergebnis lesen Sie am kommenden Samstag im WOCHENBLATT.

Starkes Gefälle: Anwohner stehen auf der Fläche am Feldkamp, auf der Einfamilienhäuser geplant sind
Bürgermeisterkandidat Timo Röntsch (v.li.) und die Gemeinderatsmitglieder Klaus Prigge und Dr. Irmelin Schütze
Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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