Geplanter Umbau in Seevetal
Bahnhof Meckelfeld: Parlamentarier schließen sich Protest an

Auf Einladung des Präventionsrates Seevetal informieren sich die Teilnehmer am Bahnhof Meckelfeld über die Umbauplanung der Deutschen Bahn
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  • Foto: Präventionsrat Seevetal
  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

ts. Meckelfeld. Mit Kundgebungen und Vor-Ort-Gesprächen hält der Präventionsrat Seevetal den Protest gegen den geplanten Umbau der Bahnstation in Meckelfeld in der Öffentlichkeit aufrecht. Der Kritik an der Planung der Deutschen Bahn von Vereinen und Verbänden sowie des Ortsrates in Meckelfeld haben sich jetzt auch die Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler (SPD) und der niedersächsische Landtagsabgeordnete Detlev Schulz-Hendel (Die Grünen) angeschlossen.
Svenja Stadler nutzt den Bahnhof Meckelfeld selbst, um von dort über Hamburg mit der Bahn zu den Sitzungswochen des Deutschen Bundestags nach Berlin zu fahren. Auf Einladung des Präventionsrates hat die Bundespolitikerin an der Bahnstation die Umbauplanung der Deutschen Bahn und den Alternativvorschlag aus Meckelfeld erläutern lassen. Ihr Fazit: "Ehrlich gesagt, frage ich mich, ob die Deutsche Bahn diesen vorgestellten Entwurf ernst meint. Das hat weder etwas mit Barrierefreiheit noch mit Kundenfreundlichkeit und -service zu tun." Svenja Stadler sagte ihre Unterstützung zu, alles zu tun, was in ihren Möglichkeiten liege, damit am Ende ein barrierefreier, serviceorientierter und einladender Bahnhofe entsteht, an dem Fahrgäste gerne ihre Reise beginnen.
Wie berichtet, sieht die Planung der Deutschen Bahn zu einem barrierefreien Umbau vor, dass Fahrgäste, die mit dem Bus den Bahnhof Meckelfeld erreichen, mehr als 800 Meter zu Fuß zu den Bahnsteigen zurücklegen müssten. Dabei müssten Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollator auch Steigungen überwinden. Vereine, Verbände und politische Parteien in Meckelfeld halten das nicht vor behindertengerecht und zu wenig fahrgastfreundlich.
Diese Einschätzung teilt auch der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Niedersächsischen Landtag, Detlev Schulz-Hendel. Der vermeintlich barrierefreie Zugang sei noch immer voller Barrieren und vor allem viel zu weit, sagte er auf seiner Sommertour im Landkreis Harburg. Detlev Schulz-Hendel: "An dieser Stelle müssen wir mehr von der Deutschen Bahn erwarten können, vor allem aber ein schnelles Umdenken zu den jetzt vorgelegten Planungen."

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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