Barrierefreier Umbau
Bahnhof Meckelfeld: Starre Förderrichtlinien stehen Bürgervorschlag entgegen

Die Deutsche Bahn plant, die Bahnstation Meckelfeld zu modernisieren, 200 Meter gleisaufwärts zu verlegen
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ts. Meckelfeld. Starre Richtlinien im Förderprogramm der Deutschen Bahn zu dem barrierefreien Umbau von Bahnhöfen stehen dem Alternativentwurf von politischen Parteien, Vereinen und Verbänden aus Meckelfeld zur Modernisierung der Bahnstation in Meckelfeld entgegen. Einen Grundstückstausch zwischen der Gemeinde Seevetal und der Deutschen Bahn, der Voraussetzung für den Bürgervorschlag wäre, schließe das Unternehmen deshalb aus. Das berichtete Seevetals Bauamtsleiter Gerd Rexrodt im Verkehrs- und Wegeausschuss des Gemeinderats.
Rexrodt machte erneut deutlich, dass er den Entwurf der Deutschen Bahn nicht für die beste Lösung hält. Allerdings bedeute er eine Verbesserung zu der jetzigen Bahnstation, die nicht barrierefrei ist. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass die suboptimale Lösung so kommt", sagte der Bauamtsleiter.
Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen (CDU) bezeichnete den Vorschlag der Deutschen Bahn zwar als "Trauerspiel". Die Verwaltungschefin machte aber gleichzeitig deutlich, dass sie die Chance dieses Förderprogramms für einen barrierefreien Umbau der Bahnstation Meckelfeld im Jahr 2022 nicht vergeben möchte.
Gesellschaftlich wichtige Akteure aus Meckelfeld dagegen wollen das nicht akzeptieren. Hier deutet sich ein Konflikt zwischen der Ortschaft und der Gemeindeverwaltung an. "Der Entwurf der Deutschen Bahn ist keine zukunftsfähige Lösung, weil er die Nutzung des Bahnhofs erschwert", sagte Meckelfelds Ortsbürgermeisterin Brigitte Somfleth (SPD) im Verkehrsausschuss des Gemeinderats.
Wie berichtet, halten Vertreter von Parteien, Vereinen und Verbänden aus Meckelfeld die Planung der Deutschen zu einem barrierefreien Umbau der Bahnstation Meckelfeld nicht für behindertengerecht. Sie kritisieren, dass demnach Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollator, Eltern mit Kinderwagen oder auch Fahrgäste mit Koffern mehr als 800 Meter von der Busstation bis zum Bahngleis zurücklegen müssten.
Meckelfeld argumentiert zusätzlich, dass der Bürgerentwurf nur den Betrieb eines Fahrstuhls erfordere, während die Lösung der Bahn zwei Aufzüge vorsieht. Fahrstühle sind reparaturanfällig und bringen hohe Folgekosten mit sich.
Niedrigere Betriebskosten scheinen bei der Deutschen Bahn aber kein Argument zu sein, das von Bedeutung ist. "Laut dem Förderprogramm zählen für die Bahn nur die investiven Kosten, nicht die Unterhaltungskosten", erläuterte Bauamtsleiter Rexrodt die Position des Unternehmens.
Bürger haben die Gelegenheit, Stellung zu der Planung der Deutschen Bahn zu beziehen. Wie Gerd Rexrodt mitteilte, werden die Pläne ab dem 9. September bis zum 8. Oktober öffentlich ausgelegt. Wer will, darf in dem Genehmigungsverfahren seine Bedenken und Gegenvorschläge äußern.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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