Seevetal
Beim Radverkehr gibt es viel zu tun

Rainer Weseloh (li.), Vorsitzender der Grünen in Seevetal, und Gemeinderatsmitglied Matthias Clausen (Die Grünen) Foto: Rainer Matthias
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ts. Seevetal. Oft ohne Zusammenhang und wenig einladend zeigt sich das Radwegenetz in Seevetal. Seit August 2013 liegt zwar ein Radverkehrskonzept vor, zur Umsetzung ist es aber nie gekommen. Das 30.000 Euro teure Papier eines Sachverständigenbüros sieht die Gemeindeverwaltung inzwischen als veraltet an. Mit der gestiegenen Bedeutung des Fahrrades im Zusammenhang mit dem Klimaschutz sehen die Grünen eine neue Chance, das Radwegenetz in kleinen Schritten zu verbessern. Im Gegensatz zur Verwaltung halten sie das Radverkehrskonzept für einen nützlichen Baustein, der immer noch wertvolle Orientierung biete.
"Es ist bedauerlich, dass der Ergebnisbericht und damit die Ideen in der Schublade verschwunden sind", sagt Gemeinderatsmitglied Matthias Clausen (Die Grünen). Er setzt sich dafür ein, die besten Vorschläge, die bis heute ihre Richtigkeit bewahrt haben, nach und nach umzusetzen. "Es geht nicht darum, neue Radwege zu bauen, sondern die bestehenden Radwege zu verbessern", betont Clausen.
Das Radverkehrskonzept von 2013 sieht fünf Hauptrouten vor, die beispielhaft errichtet werden sollen. Das sind die Verbindungen zwischen Meckelfeld und Hittfeld, Meckelfeld und Maschen, Meckelfeld und Fleestedt, Hittfeld und Maschen sowie Hittfeld und Fleestedt. Viele Ausbildungs- und Einkaufsfahrten würden in die vier zentralen Ortschaften führen, lautet die Begründung. Die Grünen halten das für plausibel. "Wir nehmen uns jedes Jahr eine dieser Routen vor und verbessern sie", schlägt Matthias Clausen vor. Wenn das Hauptroutennetz attraktiv sei, würden Leute auf das Rad umsteigen, ist der Seevetaler Grünen-Vorsitzende Rainer Weseloh überzeugt.
Nach wie vor richtig sei die Aussage des Ergebnisberichts, dass Meckelfeld erhebliches Potenzial für die Fahrradnutzung besitze. Die hohe Wohndichte und die kurzen Wege, der Handel entlang der Glüsinger Straße, das Schulzentrum mit Gymnasium und Oberschule sowie der Bahnhof seien Gründe dafür. Niemand brauche neue Konzepte, um auf die Idee zu kommen, die Anbindung des Bahnhofs Meckelfeld für Radfahrer zu verbessern, sagt Rainer Weseloh. "Der kombinierte Fuß- und Radweg ist im Zuge der Modernisierung der Bahnbrücke schmaler gestaltet worden. Ein Schildbürgerstreich, den man dringend ändern muss", sagt er.
Zusätzliche Abstellmöglichkeiten würden dazu beitragen, dass mehr Leute mit dem Rad fahren. "Es würde helfen, wenn wir Fahrradbügel aufstellen, idealerweise überdacht, zum Beispiel in der Nähe von Buswartehäuschen", sagt Rainer Weseloh. Es sei Zeit, endlich mit der Förderung des Radverkehrs anzufangen.
Der Grünen-Vorsitzende weiß, wie schwer sich die Gemeinde Seevetal mit der Entwicklung des Radverkehrs tut. Das Radverkehrskonzept aus dem Jahr 2013, das niemals zur Umsetzung kam, geht auf eine Arbeitsgruppe zur Lärmminderung in den 1990er-Jahren zurück. Kaum jemand außer Rainer Weseloh erinnert sich noch daran.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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