Landkreis Harburg
Es gibt weniger Impfstoff als erwartet

Landrat Rainer Rempe informierte über die bisherige Impfbilanz. Er ist verärgert, weil die Impfungen in den Impfzentren erst eineinhalb Monate nach deren Fertigstellung starten
  • Landrat Rainer Rempe informierte über die bisherige Impfbilanz. Er ist verärgert, weil die Impfungen in den Impfzentren erst eineinhalb Monate nach deren Fertigstellung starten
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bim. Seevetal. Eine Bilanz der bislang erfolgten Impfungen, die - wie mehrfach berichtet - zunächst bei Bewohnern und Mitarbeitern in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern erfolgen, gab Landrat Rainer Rempe in der Sitzung des Kreistages am Mittwoch in der Burg Seevetal in Hittfeld.
In 21 von 34 Einrichtungen mit Impf-Priorität sei die Erstimpfung erfolgt. Die Impfquote liege bei den Bewohnern bei 84,5 Prozent und bei den Mitarbeitern bei 63,5 Prozent. Über 500 Erstimpfungen seien in den Kliniken und 110 beim Rettungsdienstpersonal erfolgt.
Aber: "Es gibt einen Engpass bei der Zurverfügungstellung von Impfstoffen. Das macht uns ebenso Kopfzerbrechen wie die schwankenden Aussagen der angekündigten Dosen", sagte Rainer Rempe.
Bislang seien am 31. Dezember 2020 und am 14. Januar jeweils 1.950 Impfdosen angekommen und auch vollständig verimpft worden. Am Donnerstag seien 1.950 Dosen für die Zweitimpfung eingetroffen. Voraussichtlich am 28. Januar sollen 2.340 Dosen eintreffen. Die höhere Dosenzahl resultiere daraus, dass der Hersteller Biontech/Pfizer nun sechs statt der bisher fünf Dosen pro Impffläschchen freigegeben habe.
Laut dem Land Niedersachsen sei es das Ziel, ab Februar 14-tägig 2.340 Impfdosen für die beiden Impfzentren in Buchholz und Winsen zur Verfügung zu stellen. Dass das klappen wird, bezweifelt der Landrat: "Aufgrund einer Produktionsumstellung ist es derzeit nicht sicher, dass die Impfdosen in dieser Zahl zur Verfügung stehen. In den nächsten zwei bis drei Wochen wird es weniger Impfstoff als erwartet geben", betonte Rempe.
Was ihn außerdem ärgert: Die Impfzentren in Buchholz und Winsen sind - wie vom Land vorgegeben - bereits seit dem 15. Dezember 2020 startklar. Die Impfungen erfolgen jedoch bislang durch mobile Impfteams ausschließlich in den stationären Einrichtungen. Die Hotline des Landes Niedersachsen ist für eine Vereinbarung von Impfterminen für über 80-Jährige, die nicht in Altenheimen leben, aber erst ab dem 28. Januar freigeschaltet. "Das hat für viel Unruhe, Unmut und Verunsicherung gesorgt", kritierte der Landrat. Dadurch seien Erwartungen geweckt worden, die (noch) nicht erfüllt werden können. Das sei ärgerlich und wäre vermeidbar gewesen. Ab Februar sollen die Impfzentren nun ihre Arbeit aufnehmen. Rempe rechnet damit, dass voraussichtlich erst Mitte des dritten Quartals auch Hausärzte Impfungen vornehmen können.
Auch das Land weist darauf hin, dass Termine nur solange gebucht werden können, solange Impfstoff verfügbar ist. Für die 50 Impfzentren in Niedersachsen sollen im Februar nach Angaben des Landes zunächst nur etwa 30.000 Impftermine pro Woche vergeben werden.
• Infos zur aktuellen Situation im Landkreis und zu den Maßnahmen unter www.landkreis-harburg.de/corona.

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Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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