Landkreis Harburg
Kreistag beschließt Naturschutzgebiet "Seeve"

(ts). Der Kreistag des Landkreises Harburg hat mit Mehrheit die Ausweisung des 533 Hektar großen Naturschutzgebiets "Seeve" beschlossen. Die Gruppe Die Grünen/Die Linke sprach sich gegen den Entwurf aus. Ihrer Ansicht nach seien die Schutzstandards für das Gewässer sowie die Tier- und Pflanzenwelt zu gering. Sprecher der Grünen machten deutlich, dass ihrer Meinung nach Naturschutzbestimmungen der Europäischen Union nicht eingehalten würden.
Willy Isermann (CDU) dagegen verteidigte die getroffenen Schutzregelungen. Es sei ein ausgewogener Kompromiss gefunden worden zwischen den Interessen des Naturschutzes auf der einen Seite und den Interessen der Landwirte, Pferdehalter und Grundeigentümer auf der anderen Seite.
Elisabeth Bischoff (Grüne) hätte sich schärfere Bestimmungen für den Naturschutz gewünscht: "Wir möchten, dass die Landwirte einen finanziellen Ausgleich für Natur- und Umweltschutzmaßnahmen erhalten. Die Landwirte im Landkreis Harburg scheinen das nicht zu wollen", sagte sie.
Das geplante Naturschutzgebiet „Seeve“ erstreckt sich entlang des Ober- und Mittellaufes der Seeve vom Quellbereich östlich von Handeloh bis zum Rangierbahnhof Maschen im Norden. Des Weiteren werden die bestehenden Naturschutzgebiete „Hangquellmoor bei Weihe“ und „Altes Moor“ mit ihren schutzwürdigen Biotopen in das Schutzgebiet integriert.
Die Seeve mit angrenzenden Flächen wurde vorrangig aufgrund der hohen Bedeutung als Aufenthalts- und Laichgewässer gefährdeter Fischarten und Rundmäuler wie Meer- und Flussneunauge als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Zudem sind die Wasservegetation, die Nasswiesen, Sümpfe, Erlen-Quellwälder und Birken-Moorwälder bedeutsam.

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