Naturschutzgebiet "Seeve" stößt auf Kritik

In der Gemarkung Horst sind Betriebe, Pferdehalter und Wochenendhausbesitzer von den 
geplanten Naturschutzausweisungen (rot) betroffen
  • In der Gemarkung Horst sind Betriebe, Pferdehalter und Wochenendhausbesitzer von den
    geplanten Naturschutzausweisungen (rot) betroffen
  • Foto: Gemeinde Seevetal
  • hochgeladen von Thomas Sulzyc
Panorama

Corona-Geschehen im Landkreis Harburg
Zwei weitere Tote im Seniorenheim

(os). Der Landkreis Harburg meldete am Montag, 19. Oktober, zwei weitere Corona-Tote. Sie waren Bewohner des Seniorenheims "Haus an den Moorlanden" in Neu Wulmstorf, in dem sich Ende September zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten (das WOCHENBLATT berichtete). Damit wurden im Zusammenhang mit dem COVID-19-Ausbruch in dem Seniorenheim bislang zehn Todesfälle gemeldet. Insgesamt wurden dem Landkreis Harburg am Montag exakt 1.000 bestätigte Corona-Fälle...

Gemeinde Seevetal mahnt: Auflagen dürfen nicht zu wirtschaftlichen Härtefällen führen

ts. Seevetal. Der Landkreis Harburg stößt mit der geplanten Ausweisung des 517 Hektar großen Naturschutzgebietes "Seeve" auf Kritik: Die Gemeinde Seevetal hält die Ausweisung eines Landschaftsschutzgebietes für ausreichend, um die Schutzziele für die Natur zu erreichen. Das geht aus der Stellungnahme der Gemeinde zu dem Entwurf der Verordnung über das Naturschutzgebiet Seeve hervor.
Der Status eines Landschaftsschutzgebietes würde weniger Einschränkungen für betroffene Grundeigentümer und Betriebe bedeuten. Von den Schutzgebietsausweisungen sind Forst- und Landwirtschaftsbetriebe sowie Pferdehalter in den Gemarkungen Horst und Ramelsloh betroffen. Die Auflagen für den Naturschutz dürften nicht zu wirtschaftlichen Härtefallen führen, mahnt die Gemeinde an.
Das Restaurant Horster Mühle, ein Kinderheim und Wochenendhäuser befinden sich in dem vorgesehenen Naturschutzgebiet. Die Gemeinde Seevetal setzt sich in einer Stellungnahme dafür ein, dass die Nutzung in der bisherigen Form uneingeschränkt möglich bleibt. "Auch alle erforderlichen Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten an den Gebäuden und Infrastruktureinrichtungen sollten möglich bleiben", bittet die Gemeinde.
Die Auflagen für den Naturschutz stünden zudem im Konflikt mit den Pflichten der Gemeinde, ihre Brücken, Wege und Anlagen der Oberflächenentwässerung zu kontrollieren und zu warten. Sie würden die Arbeiten erschweren. Die Gemeinde Seevetal fordert deshalb eine generelle Freistellung für Unterhaltungsarbeiten, wie sie für die Bundesautobahn und den Rangierbahnhof Maschen vorgesehen ist.
Das geplante Naturschutzgebiet „Seeve“ erstreckt sich entlang des Ober- und Mittellaufes der Seeve vom Quellbereich östlich von Handeloh bis zum Rangierbahnhof Maschen im Norden. Des Weiteren werden die bestehenden Naturschutzgebiete „Hangquellmoor bei Weihe“ und „Altes Moor“ mit ihren schutzwürdigen Biotopen in das Schutzgebiet integriert.
Die Seeve mit angrenzenden Flächen wurde vorrangig aufgrund der hohen Bedeutung als Aufenthalts- und Laichgewässer gefährdeter Fischarten und Rundmäuler wie Meer- und Flussneunauge als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Zudem sind die Wasservegetation, die Nasswiesen, Sümpfe, Erlen-Quellwälder und Birken-Moorwälder bedeutsam.
Das Gewässersystem der Seeve hat für den Fischotter eine besondere Bedeutung. Die Seeve-Niederungsflächen, insbesondere um die Gemeinde Ramelsloh, sind ein wichtiger Lebensraum für den Weißstorch.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

Panorama
Auch in Straßennähe sind Wölfe unterwegs - oft mit fatalen Folgen

Weil verbindliche Regelungen fehlen
Angefahrener Wolf wurde erst nach Stunden erlöst

ce. Landkreis. "Es müssen endlich klare Anweisungen her, wie mit Wölfen - vor allem, wenn sie verwundet sind - umzugehen ist! Sonst bleibt das Tierwohl auf der Strecke." Das fordert Horst Günter Jagau, Vorsitzender der Jägerschaft Landkreis Harburg (JLH), nach dem jüngsten Vorfall mit einem Wolf in der Region. Am Wochenende war Autofahrern an der Landstraße zwischen Toppenstedt und Garlstorf (Landkreis Harburg) ein Tier aufgefallen, das sich apathisch, weil offensichtlich schwer verletzt, am...

Service

Infektions-Zahlen in einer Woche verdoppelt
Landkreis Stade: Der höchste Wert an aktuell Corona-Infizierten seit einem halben Jahr

jd. Stade. Der Landkreis Stade meldet am Dienstagmorgen 30 aktuell mit dem Coronavirus infizierte Personen. Das ist eine Verdoppelung im Vergleich zur Vorwoche und der höchste Wert seit einem halben Jahr. So viel Fälle gab es zuletzt am 15. April, also mitten in der ersten Corona-Welle. Damit ist aber noch längst nicht der Höchststand seit Beginn der Pandemie erreicht: Der war am 28. März mit damals 76 aktuellen Fällen. Entsprechend hat sich auch die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Stade...

Panorama

Corona-Geschehen im Landkreis Harburg
Zwei weitere Tote im Seniorenheim

(os). Der Landkreis Harburg meldete am Montag, 19. Oktober, zwei weitere Corona-Tote. Sie waren Bewohner des Seniorenheims "Haus an den Moorlanden" in Neu Wulmstorf, in dem sich Ende September zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten (das WOCHENBLATT berichtete). Damit wurden im Zusammenhang mit dem COVID-19-Ausbruch in dem Seniorenheim bislang zehn Todesfälle gemeldet. Insgesamt wurden dem Landkreis Harburg am Montag exakt 1.000 bestätigte Corona-Fälle...

Panorama
Einer krebskranken Frau aus Winsen wurde mit dem Trip an die Elbe ein Herzenswunsch erfüllt 
Fotos: Malteser
2 Bilder

Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser Buxtehude
Als letzter Wunsch noch einmal an die Elbe

tk. Buxtehude. Das neue Fahrzeug der Malteser aus Buxtehude sieht wie ein ganz normaler Rettungswagen aus - Blaulicht inklusive. Es ist aber sehr viel mehr: nämlich ein Herzenswunsch-Krankenwagen. Die Malteser in der Estestadt beteiligen sich damit künftig an einem bundesweiten Projekt der Ehrenamtlichen: Sie erfüllen letzte Wünsche von Menschen, die sehr bald sterben werden. Seit dreieinhalb Jahren erfüllen die Malteser in Niedersachsen die Wünsche von Todkranken. Ein Sterbenskranker wollte...

Wirtschaft
Freude bei der Fahrzeugübergabe (v.li.): Olaf Langer (Kuhn+Witte), Ole Bernatzki (Inhaber AHD), Oliver Bohn (Geschäftsführer Kuhn+Witte) und Lescek Malski (AHD)

Ein Unternehmen steht unter Strom
Der Ambulante Hauspflege Dienst (AHD) erweitert seine E-Auto-Flotte

"Ein tolles Fahrzeug. Der VW ID.3 fährt sich ausgezeichnet. Es war eine gute Entscheidung, diese beiden E-Fahrzeuge zu unserer Fahrzeugflotte hinzuzufügen", sagte Ole Bernatzki, Inhaber des Jesteburger Hauspflege Dienstes (AHD). Oliver Bohn (Geschäftsführer des Autohauses Kuhn+Witte) und Verkaufsberater Olaf Lange übergaben die beiden neuen E-Fahrzeuge am AHD-Firmensitz in Jesteburg. Der AHD verfügt bereits über vier VW E-Golf, die problemlos den Alltag im Pflegedienst absolvieren. "Unsere...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen