Nein zum „Parkplatz-Monster“

Vier Köpfe, eine Meinung: Seevtals Bürgermeister Schwarz (2. v. re.) gemeinsam mit (v. li.) Nicole Bracht-Bendt, Gerd Rexroth und Norbert Böhlke
2Bilder
  • Vier Köpfe, eine Meinung: Seevtals Bürgermeister Schwarz (2. v. re.) gemeinsam mit (v. li.) Nicole Bracht-Bendt, Gerd Rexroth und Norbert Böhlke
  • hochgeladen von Mitja Schrader

Podiumsdiskussion in Meckelfeld: Politiker aller Parteien gegen den Bau der Raststätte „Elbmarsch“

mi. Meckelfeld. „Politik trifft auf Seevetaler Wirklichkeit“, unter diesem Leitspruch hatte die Bürgerinitiative gegen die „Raststätte Elbmarsch“ (BI) die Bundestagskandidaten Svenja Stadler (SPD), Martina Lammers (Grüne) Nicole Bracht-Bendt (FDP) den Landtagspolitiker Norbert Böhlke (CDU), die Bürgermeister Kandidaten für Seevetal Ulrich Sauck (SPD) und Martina Oertzen (CDU) sowie Seevetals Bürgermeister Günther Schwarz und Bauamtsleiter Gerd Rexrodt zu einer Podiumsdiskussion geladen.
Im bis auf den letzten Platz besetzten Saal im Meckelfelder Helbach-Haus wurde den ca. 500 Bürgern schnell deutlich: Meckelfeld und Seevetal wehren sich parteiübergreifend und geschlossen gegen die Pläne des Bundes, am Meckelfelder Ortsrand eine Rastanlage größer als die Hamburger Binnenalster aus dem Boden zu stampfen.
Hintergrund: Das Mammutprojekt mit 255 Lkw- Parkplätzen soll vor allem Lastwagen, deren Fracht für den Hamburger Hafen bestimmt ist, als Stellfläche dienen. Sie ist außerdem Teil eines bundesweiten Programms, bei dem insgesamt 10.000 neue Lkw-Plätze entstehen sollen. Derzeit läuft bei der Straßenverkehrsbehörde in Verden das Planfeststellungsverfahren. Mehr als 6.500 Einwendungen liegen der Behörde vor, darunter auch die der Gemeinde Seevetal.
Zigtausende Lkw-Fahrten durch Meckelfeld allein für den Bau der Anlage, die Vernichtung von bis zu 80 Hektar (ca. 112 Fußballfelder) Landwirtschaftsflächen, Naturzerstörung, Lärm, Abgase, Lichtsmog, Kriminalität, die Initiatoren der BI machten deutlich, was die Meckelfelder erwartet, sollte das „Rastplatzmonster“ kommen.
„Seevetal ist schon jetzt durch Autobahnen, Rastplätze und Europas größten Rangierbahnhof stark belastet, die geplante Rastplatzanlage setzt dem ganzen die Krone auf“, so Bürgermeister Günter Schwarz. Genauso sahen das die anderen Podiumsgäste. Unabhängig vom Parteibuch suchten sie den Schulterschluss mit den Bürgern. Alle Bundestagskandidaten versprachen, sich nach ihrer Wahl in Berlin gegen die Pläne stark zu machen. Ebenso kritisierten die Bürgermeisteranwärter Ulrich Sauck und Martina Oertzen das Projekt als Ausverkauf der Bürgerinteressen zugunsten der Großstadt Hamburg.
Bürgermeister Günter Schwarz bekräftige, dass Seevetal notfalls gegen die Anlage klagen werde. „Wir haben einen Top-Anwalt, der nur darauf wartet, zu marschieren“, so Schwarz.
Harte Zeiten also für die Theoretiker im Bundesverkehrsministerium? Aber wie ernst der Politik die Sache wirklich ist, wird sich wohl erst nach der Bundestagswahl sowie der Bürgermeisterwahl in Seevetal zeigen.

Vier Köpfe, eine Meinung: Seevtals Bürgermeister Schwarz (2. v. re.) gemeinsam mit (v. li.) Nicole Bracht-Bendt, Gerd Rexroth und Norbert Böhlke
Der Saal im Meckelfelder Helbach-Haus war bis auf den letzten Platz besetzt
Service

114 aktuelle Corona-Fälle am 2.12.
Inzidenzwert im Landkreis Stade fällt weiter

jd. Stade. Die Corona-Ampel für den Landkreis Stade leuchtet gerade noch rot. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt nur knapp über dem Grenzwert von 50. Nach Angaben des Landes beträgt der Inzidenzwert 50,9 (Stand von Mittwoch, 2. Dezember).  Für einige Straßen und öffentliche Plätze gilt laut Allgemeinverfügung des Landkreises damit weiterhin die Pflicht, eine Maske (Mund-Nasen-Schutz) zu tragen. Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten im Landkreis Stade wird vom Land mit 1.058 Personen ( plus 17...

Panorama

Pandemie
Landkreis Harburg plant Corona-Impfzentren in Buchholz und Winsen

(ts). Der Landkreis Harburg wird zwei Corona-Impfzentren einrichten. Vorgesehen sind die Schützenhalle in Buchholz und die Stadthalle in Winsen. Diese Standorte hat die Kreisverwaltung der Landesregierung vorgeschlagen. Das Land prüft nun die Konzepte und entscheidet. Bis zum vergangenen Montagabend mussten die Landkreise in Niedersachsen die möglichen Standorte dem Innenministerium melden. Die Landesregierung hat das Ziel, dass die Infrastruktur für die Corona-Impfungen in den Landkreisen bis...

Politik
Die Zeit der Baustellen ist vorbei. Doch zufrieden sind in Dammhausen noch nicht alle mit den Ergebnissen der jahrelangen Baumaßnahmen

Nach Bauarbeiten ist noch nicht alles optimal
In Dammhausen sind wieder die Raser unterwegs

tk. Dammhausen. Der neue Rad- und Fußweg in Dammhausen samt ebenfalls neuer Bushaltestellen und runderneuerter Kanalisation ist fertig, der Kreisverkehr an der Einmündung nach Jork bzw. Neukloster ist wiederhergestellt. Sind die Dammhauser jetzt, nach Jahren des Baus und vielen Verzögerungen, wunschlos glücklich? Das ist nicht der Fall, wie Ortsvorsteher Thomas Sudmeyer (SPD) erklärt. Er und Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) Dammhausen wünschen sich vor allem vom Landkreis noch...

Politik
Nach dem Verzicht von Thomas Grambow (kl. Foto) soll nun Björn Protze antreten

Politiker aus Neu Wulmstorf führt persönliche Gründe für Verzicht an
SPD-Schock: Thomas Grambow zieht Landrats-Kandidatur im Landkreis Stade zurück

jd. Stade. Schock für die SPD: Ihr Kandidat für die Landratswahl im Landkreis Stade wirft das Handtuch. Der Neu Wulmstorfer Kommunalpolitiker Thomas Grambow (57) will nun doch nicht für das Amt kandidieren. Für seinen Verzicht führt er persönliche Gründe an.    Der CDU-Politiker Kai Seefried muss sich nun auf einen neuen Gegenkandidaten einstellen. Nach WOCHENBLATT-Informationen will jetzt der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Björn Protze, gegen Seefried antreten. Die Kandidatur des...

Panorama

Corona-Zahlen vom 2. Dezember
Inzidenz im Landkreis Harburg bei 64,9

os. Winsen. 39 weitere Infizierte, vier Genesene: Das sind die Corona-Zahlen im Landkreis Harburg, die Landkreissprecher Andres Wulfes für den heutigen Mittwoch, 2. Dezember, meldete. Demnach wurden insgesamt 2.093 Corona-Fälle bestätigt, die Zahl der Genesenen lag bei 1.797. Die Anzahl der Toten, die seit Ausbruch der Pandemie mit oder an dem Coronavirus verstorben sind, verbleibt bei 40. Insgesamt sind damit aktuell 256 Personen aktiv erkrankt. 600 Personen befinden sich in Quarantäne. Der...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen