Informationsdefizit
Seevetals Bürgermeisterin kritisiert den Landkreis Harburg

Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen
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ts. Seevetal. Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen (CDU) hat öffentlich Kritik an dem Stil der Kommunikation des Landkreises Harburg geübt. Sie wirft dem Landkreis vor, sie nicht über die Idee informiert zu haben, den jetzigen Notarzt-Standort in Lindhorst aufgeben und stattdessen jeweils eine Notarztwache an den Krankenhäusern in Buchholz und Winsen einrichten zu wollen.
Im Feuerschutzausschuss der Gemeinde berichtete Martina Oertzen den Fraktionen und sagte: "Ich bemängele den Umgang des Landkreises mit der Gemeinde Seevetal. Wir möchten involviert werden." Seevetals Verwaltungsspitze habe aus dem Rettungsbedarfsplan von der Initiative des Landkreises erfahren, die Notarztstruktur im Landkreis Harburg zu ändern. Die Bürgermeisterin machte deutlich, dass sie dies für keinen guten Stil halte.
Der Landkreis sei in Verhandlungen, eine zusätzliche Notarztwache im Landkreis zu installieren. Eine am Krankenhaus in Buchholz und eine weitere am Klinikum in Winsen. "Das würde heißen: Es wird keinen Notarzt in Lindhorst mehr geben", sagte Seevetals Ordnungsamtsleiter Dirk ter Horst.
Die Initiative, eine zusätzliche Notarztwache zu installieren, begrüße Seevetals Bürgermeisterin. Sie hätte nur gern anders davon erfahren. Die Menschen in Seevetal könnten den Eindruck gewinnen, man wolle ihnen heimlich etwas wegnehmen.
Der Landkreis Harburg weist darauf, dass die Idee einer Reform der Notarztstruktur noch in einem sehr frühen Stadium sei. "Die Entscheidung ist noch völlig offen. Die Gemeinde wird selbstverständlich vorher informiert werden", sagte Kreissprecherin Katha Bendig zu dem Vorwurf aus Seevetal.
Die Rettungswache Seevetal in Lindhorst mit einem Notarzteinsatzfahrzeug gibt es seit 1993. Zu den Einsätzen sind jeweils ein Notarzt und ein Notfallsanitäter unterwegs. Den Dienst versehen insgesamt 25 Notärzte, von denen die Mehrheit bei der Kreis-Krankenhausgesellschaft angestellt sind.

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