Meckelfeld
Verkehrsministerium kündigt Tempo 30 auf Glüsinger Straße bis Ende Juni an

Nur unzureichend verhüllt das Plastik das noch nicht gültige Tempo-30-Verkehrsschild an der Glüsinger Straße
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ts. Meckelfeld. Zäh wie altes Kaugummi zieht sich das Modellprojekt des Landes Niedersachsen zur Untersuchung der Auswirkungen von Tempo 30 auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen dahin. Seit dem Start im Mai 2020 verhüllen Plastikplanen an der Glüsinger Straße, der Projektstraße in Meckelfeld, notdürftig die dafür installierten Verkehrsschilder. Bislang gilt weiter die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Aber im zweiten Quartal dieses Jahres, also bis spätestens Ende Juni, soll die Erprobungsphase beginnen und höchstens Tempo 30 auf der Glüsinger Straße gelten - voraussichtlich. Das hat das niedersächsische Verkehrsministerium auf eine Anfrage des Abgeordneten Detlev Schulz-Hendel (Die Grünen) im Niedersächsischen Landtag geantwortet.

Der Modellversuch zeigt, wie unterschiedlich die Wahrnehmung von Geschwindigkeit sein kann. Einwohner der Gemeinde Seevetal haben sich wiederholt in der Bürgerfragestunde des Gemeinderats und seines zuständigen Fachausschusses danach erkundigt, wann denn endlich Tempo 30 auf der Glüsinger Straße erprobt werde. Stets konnte die Gemeindeverwaltung die Fragen nicht beantworten und verwies auf das Land Niedersachsen.

Während für die Bürger der Modellversuch gefühlt noch nicht begonnen hat, haben die zuständigen Mitarbeiter im Verkehrsministerium eine andere Wahrnehmung: Das Modellprojekt habe mit der Vorbereitungsphase bereits begonnen, antwortete das Ministerium dem Abgeordneten Schulz-Hendel. Die Vorbereitungsphase umfasse die Auswahl der Modellstrecken (insgesamt sechs Straßen in Osnabrück, Göttingen, Garbsen, Edewecht, Friedland und Seevetal), die Ist-Stand-Erhebung (Messungen bei Tempo 50) und einen Zwischenbericht.

Den Zuschlag zur Durchführung des Modellversuchs hat die damit beauftragte IVU Umwelt GmbH am 9. September 2019 erhalten. Den Zwischenbericht habe sie inzwischen vorgelegt. Der Bericht sei in der Abstimmung.

Fazit: Was das Ministerium als normales Arbeitstempo empfindet, fühlt sich für den Bürger als Schneckentempo an.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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