Ideen vor Ort
Was kann Seevetal für den Klimaschutz tun?

CDU-Umweltpolitiker Jörg Hartmann
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ts. Seevetal. In Seevetal nimmt die Diskussion um den Klima- und Artenschutz vor der eigenen Haustür Fahrt auf: Der CDU-Umweltpolitiker Jörg Hartmann ergreift die Initiative zur energetischen Sanierung gemeindeeigener Gebäude - und ruft die Anhänger der Bewegung "Fridays for Future" zur Mitarbeit auf. Auf Initiative der Gruppe Grüne/Linke erarbeiten alle Fachausschüsse des Gemeinderats derzeit einen Maßnahmenkatalog. Erste Ideen haben jetzt Fraktionen im Maschener Ortsrat unterbreitet.
Die Ideensammlung aus Maschen zeigt: Eine Baumschutzsatzung steht offenbar hoch im Kurs. Allein 23 mögliche Maßnahmen hat die SPD in die Diskussion gebracht. Zum Beispiel, den jährlichen Haushaltsansatz für energetische Sanierungsmaßnahmen zu verdoppeln. Oder Bienenvölker auf den Dächern öffentlicher Gebäude anzusiedeln.
Heftige Kontroversen dürften Vorschläge der Gruppe Die Grünen/Die Linke für die Ortsentwicklung hervorrufen: Sie fordern den Mut zur Mehrgeschossigkeit im Wohnungsbau, kombiniert mit niedrigeren Gebäuden, und darüber nachzudenken, einzelnen Gemeindeteilen einen Wachstumsstopp zu verordnen.
Die FDP regt eine Selbstverpflichtung der Gemeinde Seevetal an. Demnach sollten jedes Jahr zwei der am wenigsten gedämmten gemeindeeigenen Gebäude zusätzlich isoliert werden und zwei der an wenigsten effizienten Heizungsanlagen modernisiert werden.
Der CDU-Umweltpolitiker Jörg Hartmann hat die Gemeindeverwaltung gebeten, zur kommenden Bauausschusssitzung am 20. Juni die gemeindeeigenen Gebäude zu nennen, die bereits mit einem regenerativen Energiekonzept ausgestattet sind (zum Beispiel Blockheizkraftwerk, Photovoltaik oder Wärmepumpe), die für eine Umrüstung in Frage kämen und bei denen eine energetische Sanierung wirtschaftlich sinnvoll wäre. Diese Liste könnte Grundlage für die kommenden Haushaltsberatungen sein.
Jörg Hartmann spricht sich dafür aus, dem geplanten Solarpark an der Autobahn A1 in Ramelsloh die Zustimmung zu erteilen. Bei der Planung von neuen Wohngebieten solle die Gemeinde auf den energetischen Standard der Gebäude achten und Ladestationen für Elektrofahrzeuge vorsehen. Hartmann, Mitglied im Gemeinderat und Kreistag, könnte sich auch eine Beteiligung an mit Wasserstoff betriebenen Bussen im Landkreis Harburg vorstellen.
Jörg Hartmann möchte die Anhänger der "Fridays-for-Future-Bewegung" in die Pflicht nehmen, die Zukunft lebenswert zu gestalten. „Aber dazu braucht es nicht nur politischen Willen, sondern auch politischen Nachwuchs und junge Leute, die sich mit uns gemeinsam nachmittags und abends engagieren. Nur freitagsvormittags auf die Straße zu gehen, kann nicht alles gewesen sein."

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