Anwohnerprotest hat Erfolg
Zu massiv: Planungsausschuss lehnt Baugebietsentwurf in Emmelndorf ab

Einwohner aus Emmelndorf protestieren vor der Sitzung des Planungsausschusses gegen das 
geplante Bauvorhaben "Am Feldkamp"
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    geplante Bauvorhaben "Am Feldkamp"
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ts. Emmelndorf. Größere Bauvorhaben außerhalb bestehender Bebauungspläne müssen in Seevetal offenbar zunehmend mit Widerstand rechnen. 30 vorgesehene Baugrundstücke, zwischen 700 und 900 Quadratmetern groß, am Feldkamp in Emmelndorf waren jetzt nicht nur den Anwohnern, sondern auch der Mehrheit im Planungsausschuss des Gemeinderats zu viel. Die dafür notwendige Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung des Bebauungsplanentwurfs lehnten SPD, Freie Wähler, Die Grünen und Die Linke ab. CDU und FDP hatten sich dafür ausgesprochen - vergeblich.
Seevetals CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Schmirek geht mit der politischen Konkurrenz scharf ins Gericht: „Es ist mehr als schade, dass eine kleinkarierte Betrachtungsweise der Freien Wähler und eine wenig objektive Sicht der Dinge seitens der SPD eine gute Entwicklung in und für Seevetal verhindert haben", sagt er. Die beiden Fraktionen müssten sich fragen lassen, wie sie dem Baulandmangel in der Gemeinde Seevetal aktiv entgegentreten wollen und wie sie Möglichkeiten für bauwillige, ortsansässige Bürger schaffen wollen.
Eine geplante zusätzliche Bebauung mit 30 Einfamilienhäusern auf einen Schlag am Feldkamp war von Anfang umstritten. Als für das Landschaftsbild zu groß empfindet nicht nur Heiner Steeneck (SPD) diese Dimension. Mehr Einwendungen als üblich im Bürgerbeteiligungsverfahren sind Seevetals Planungsamtsleiter Fred Patzwaldt aufgefallen. Eine geringere Zahl zusätzlicher Baugrundstücke hätten dagegen die Anwohner akzeptiert.
Umstritten ist das von erheblichen Höhenunterschieden geprägte Gelände am Feldkamp vor allem wegen der Planung zur Entwässerung. "Stoppt die Bebauung im Feuchtgebiet" oder "Oberflächenentwässerung nicht gesichert" stand auf den Plakaten, mit denen Anwohner vor Beginn der Planungsausschusssitzung im Veranstaltungszentrum Burg Seevetal protestierten.
Die Gemeindeverwaltung hält die Entwässerung für ausreichend. Sie liege einem 20-jährigen Hochwasserereignis zugrunde. "Zumindest rechnerisch ist das Volumen beider Becken so, dass es den Regen aufhalten kann", sagt Rainer Mencke, zuständig für Oberflächenentwässerung und Gewässerschutz im Seevetaler Bauamt.
Anwohner dagegen beobachten, dass in den vergangenen Jahren in der Nachbarschaft nach starken Regenfällen Wege überschwemmt waren. Ein breiter Bach habe sich einmal gebildet. "Das Regenrückhaltebecken funktioniert nicht", sagt Anwohner Dirk Otterson.
Die Familien in den zusätzlichen Häusern am Feldkamp hätten es mit vollgelaufenen Kellern zu tun bekommen. Davon ist Dirk Otterson überzeugt.
Gegen die Bebauung sprechen eine Lärmbelastung von der Autobahn auf einigen Grundstücken, eine unsichere Oberflächenentwässerung und die Zerstörung einer Naherholungszone, die ihresgleichen suche, sagt Irmelin Schütze (Freie Wähler). "Ich sehe keine Vorteile in der geplanten massiven Variante."

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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