Fußball
Michel Welke: St. Paulis Chefrabauke trainiert den TV Meckelfeld

Michel Welke ist der neue Trainer des  Fußball-Bezirksligisten TV Meckelfeld
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ts. Meckelfeld. Im deutschen Fußball schenken Vereine seit drei Jahren zunehmend jungen Trainer das Vertrauen. Beim Bezirksligisten und Aufstiegsaspiranten TV Meckelfeld setzt sich der Trend fort, der sein prominentestes Beispiel in der Bundesliga in Julian Nagelsmann hat. Michel Welke ist der neue Cheftrainer bei den Bravehearts. Trotz seiner 33 Jahre hat der Inhaber der Uefa-Elite-Jugendcoachlizenz und frühere Verbandsliga-Spieler (Grün-Weiß Harburg) viel Erfahrung. Insgesamt sieben Jahre lang hat er Jugendmannschaften im Nachwuchsleistungszentrum des FC St. Pauli trainiert.
So kann eine Profi-Karriere im deutschen Fußball auch aussehen: Obwohl Michel Welke keinen Proficlub trainiert, ist er hauptberuflich im Fußballgeschäft tätig. Der Meckelfelder arbeitet als sportlicher Leiter der FC St. Pauli Rabauken, das ist die Fußballschule des Fußball-Zweitligisten. Er erstellt Konzepte für die Fußballcamps und ist verantwortlich für 120 Trainer. Zusätzlich unterrichtet Michel Welke einen Tag in der Woche Sport an der Julius-Leber-Schule. Die Stadtteilschule in Hamburg-Schnelsen ist Kooperationspartner des FC St. Pauli.
Michel Welke ist verheiratet und hat eine zwei Jahre alte Tochter. Er hat Geografie und Informatik studiert. Nicht alles dreht sich also bei ihm um Fußball - aber eben viel. Seinen Vornamen verdankt er der Affinität seiner Eltern zu Skandinavien. Vermutlich sei Michel aus Lönneberga die Inspiration gewesen, erklärt er. Der stets zum Schabernack neigende Blondschopf ist eine der berühmtesten literarischen Figuren der schwedischen Autorin Astrid Lindgren.
In Meckelfeld genießt Michel Welke einen guten Ruf. Er hat den im Ort beinahe legendären Jahrgang von 1998 trainiert, der es bis in die Niedersachsenliga schaffte. Damit machte die Fußball-Abteilung des TV Meckelfeld überregional auf sich aufmerksam. Ehemalige Spieler des Erfolgsjahrgangs gehören heute dem Bezirksliga-Kader an.
Der Tabellenvierte aus dem Vorjahr gilt als Aufstiegskandidat - und Michel Welke nimmt die Favoritenrolle an. "Unser Anspruch muss sein, in die Landesliga aufzusteigen", sagt der neue Cheftrainer.
Michel Welke ist ein ambitionierter Trainer - aber nicht der Typ, der leichtfertig Sprüche klopft. Sein Kader überzeugt ihn. Leistungsträger hat der Vorjahresvierte nicht abgeben müssen. Zu 16 Spielern aus der vergangenen Saison stoßen sechs Spieler aus der A-Jugend und drei Neuzugänge von anderen Vereinen: Yul Wiegandt (FC St. Pauli III), Luca Egidi (SV Preußen Reinfeld) und Christian Luiz (SG Auxt), der in der U17-Bundesliga für Bayer 04 Leverkusen gespielt hat und mit dieser Vita natürlich neugierig macht.
Die Mischung erfahrener und junger Spieler verleiht dem Kader das Potenzial für die höhere Spielklasse. Die Alternativen erfreuen das Trainerteam: "Wir können zwischen der Erfahrung und den jungen Wilden wählen", sagt Michel Welke.
Im Trainingslager am vergangenen Wochenende in Hodenhagen bei Soltau ließ Michel Welke Lösungen trainieren, den Abwehrriegel eines tiefstehenden Gegners zu überwinden. Meckelfelds neuer Trainer schätzt den Ballbesitzfußball, verlangt Spielkontrolle von seiner Mannschaft. "Die Null muss nicht stehen", sagt er einen bemerkenswerten Satz, der deutlich macht, warum die neuen jungen Trainer in Deutschland so viel Hoffnung und Vorfreude wecken.

Michel Welke ist der neue Trainer des  Fußball-Bezirksligisten TV Meckelfeld
Meckelfelds neuer Chefcoach Michel Welke jongliert auf dem Sportplatz Am Anger gekonnt mit dem Ball
Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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