TV Meckelfeld
Turnverein ehrt treue und erfolgreiche Mitglieder

Die Trainerinnen Nadine Kierspel (links) und Rumina Schmidt (rechts) mit den Turntalenten Charlotte Glinka (2. v. li.) und Nele Bührer Fotos: ts
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  • Die Trainerinnen Nadine Kierspel (links) und Rumina Schmidt (rechts) mit den Turntalenten Charlotte Glinka (2. v. li.) und Nele Bührer Fotos: ts
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Bei der Jahreshauptversammlung ging aber auch kontrovers zu ts. Meckelfeld. Bei seiner Jahreshauptversammlung im Helbach-Haus hat der TV Meckelfeld besonders treue und sportlich erfolgreiche Mitglieder mit Geschenken und Urkunden geehrt.
Auf diese Weise bedankte sich der Turnverein bei Peter Langenbeck. Der Vorstand würdigte seine Verdienste um die Fußballabteilung. Peter Langenbeck engagiert sich im Neuaufbau der Fußballsparte. Stolz ist der Verein auf den Schüler Emil Lüllau, der den zweiten Platz bei den Tischtennis-Bezirksmeisterschaften belegte, und die Turnerinnen Charlotte Glinka und Nele Bührer.
Für 40 Jahre Mitgliedschaft ehrte der TV Meckelfeld Michael Urbschaft, Rainer Hertkorn sowie Edgar und Doris Pägler, für 50 Jahre Mitgliedschaft die Reha-Sporttrainerin Susanne Tramp und Kai Beesten vom Blasorchester Seevetal. Sogar schon seit 60 Jahren gehört Herbert Sahling dem Verein ein.
Der Vereinstreue steht ein gegenläufiger Trend gegenüber: Ein anhaltender Mitgliederschwund bereitet dem Turnverein Meckelfeld Kopfzerbrechen. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Mitglieder um 70 auf 1.232 zurückgegangen. 191 Eintritten standen 261 Austritte gegenüber. Diese Zahlen nannte der 1. Vorsitzende Michael Urbschat den 46 Teilnehmern der Mitgliederversammlung, die zeitweise kontrovers verlief.
Vor allem die Altersgruppe der 15- bis 30-Jährigen sehe im Vereinssport keine Heimat. Michael Urbschaft führt das auf eine gesellschaftliche Entwicklung zurück, von der Vereine in ganz Deutschland betroffen seien.
Nicht zufrieden mit der Erklärung gab sich Carsten Klein, Abteilungsleiter des Blasorchesters Seevetal im TV Meckelfeld. Er forderte den Vorstand auf, ein Konzept zur Mitgliedergewinnung zu erarbeiten. Carsten Klein warf dem Vorstand zudem vor, den Turnverein nicht ausreichend genug in der Öffentlichkeit und bei den örtlichen Politikern zu repräsentieren.
Einstimmig haben die Mitglieder den 65 Jahre alten Achim Prigann zum neuen 2. Vorsitzenden gewählt. Der bisherige 2. Vorsitzende Mike Krüger hat sich nicht zur Wiederwahl gestellt, er wird sich aber weiter im Verein engagieren. Prigann will zusammen mit dem neuen Abteilungsleiter Walter Radowski die Fußball-Abteilung neu aufstellen und den Jugendfußball fördern. "Ziel ist, dass wir wieder mindestens eine Jugendmannschaft pro Jahrgang haben", sagte Walter Radowski.
Die Finanzen stimmen im TV Meckelfeld. Die Einnahmen im Jahr 2018 beliefen sich auf 370.825 Euro. Dem standen Ausgaben in Höhe von 362.270 Euro gegenüber. Der TV Meckelfeld erwartet auch in diesem Jahr einen Überschuss in Höhe von 8.000 bis 10.000 Euro.
Der Turnverein Meckelfeld feiert im nächsten Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Das Fest wird an drei Tagen vom 29. bis 31. Mai 2020 stattfinden wird. Als ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr sei ein Freundschaftsspiel des Fußball-Landesligisten TV Meckelfeld mit dem FC. St. Pauli geplant, sagte Michael Urbschat. Die Planung der 100-Jahr-Feier bilden zurzeit einen Schwerpunkt der Vorstandsarbeit.
Die Gemeinde Seevetal habe eine Überarbeitung der Umkleideräume am Sportplatz Appenstedter Weg angekündigt. "Es wird eine grobe Renovierung der Nasszellen geben", berichtete der 1. Vorsitzende den Mitgliedern. Wann das geschehen werde, sei noch offen.
Einen Entwicklungsschub verspricht sich der TV Meckelfeld von einem neuen Vereinsheim, das die Gemeinde Seevetal errichten wird. Michael Urbschat geht davon aus, dass es in den Jahren 2022 oder 2023 fertig sein werde.
Dass der Sport selbst in einem Sportverein zur Nebensache werden kann, zeigte eine intensive Debatte um die Novelle der Vereinssatzung und die Datenschutzverordnung. Dabei ging es zum Beispiel um die Frage, ob ein Kassenprüfer dem erweiterten Vorstand angehören dürfe. Oder ob die Rechte der Mitglieder zu sehr eingeschränkt seien, wenn mindestens 25 Prozent der Mitglieder erforderlich seien, um eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Die Mehrheit stimmte am Ende für die Regelungen und die neue Satzung.

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