Kicken mit Abstand
TuS Fleestedt nimmt das Fußballtraining wieder auf

Trainer Michael Sandgaard desinfiziert jeden Fußball, bevor die Jugendlichen mit ihm spielen
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  • Trainer Michael Sandgaard desinfiziert jeden Fußball, bevor die Jugendlichen mit ihm spielen
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ts. Fleestedt. Nach acht Wochen Zwangspause wegen der Corona-Pandemie nehmen die 28 Fußballteams des TuS Fleestedt schrittweise wieder das Training auf. Dabei gelten strenge Hygienevorschriften. Die Spieler müssen zwei Meter Abstand zueinander halten, so dass der Platzbedarf größer als üblich ist. Jede Mannschaft habe so immerhin die Möglichkeit, pro Woche eine Stunde zu trainieren, sagt Jugendfußballobmann Jens Barck.
Zwischenzeitlich drohte die Planung der Gemeinde Seevetal zur Platzpflege den mühsam begonnenen Trainingsbetrieb wieder lahmzulegen. Mittlerweile haben sich der TuS-Vorstand und die Gemeindeverwaltung darauf geeinigt, die für die Regeneration und Sanierung nötigen Platzsperren zeitlich zu entzerren.
Die Gemeinde Seevetal werde zunächst nur den sogenannten Südplatz des Sportzentrums Seevetal wegen Regenerationsarbeiten sperren. Der Nordplatz stehe voraussichtlich noch bis Ende Juni zur Verfügung, da sich der Beginn der Sanierungsarbeiten verschiebt. Der Schulsportplatz am Osterkamp könne aber nach Angaben des TuS Fleestedt bis zu den Sommerferien weiter genutzt werden.
Als eine der ersten Fußballmannschaften im Landkreis Harburg hat die U16 des TuS Fleestedt ein Training unter Coronavirus-Pandemiebedingungen absolviert. Das Konzept haben die Trainer Jan Maak, Thorsten Tillmann und Michael Sandgaard entwickelt.
Körperkontakt ist verboten, ein Fußballspiel mit Zweikämpfen also nicht möglich. Bei den Übungen halten die Fußballer zwei Meter Abstand zueinander. Aufwärmen, Passspiel und Torschusstraining sind erlaubt.
Einen Hauch von Spielspaß erleben die Fußballer zumindest beim Torschuss, dem eine Passspielkombination vorausgeht.
Lange war nicht sicher, ob ein Torschusstraining erlaubt ist, weil das Sportgerät, der Ball, mit zwei Spielern in Kontakt kommt. Nach den Corona-Regeln des Deutschen Sportbundes müsste der Ball demnach nach jedem Schuss desinfiziert werden. Nach den DFB-Vorgaben reiche es aber, die Bälle vor und nach dem Training zu desinfizieren. Die Spieler duschen zu Hause. Wer auf Toilette muss, desinfiziert vor und nach dem Gang das WC.
Macht Fußball so Spaß? Zumindest nach 60 Tagen Trainingspause ja. Es sei ein gutes Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen, sagt der 16 Jahre alte TuS-Fußballer Jonas Wossack.
Der Trainingspremiere unter Corona-Bedingungen gewinnt auch Lars Tudorsky (15) Gutes ab: "Es macht Spaß, wieder mit den Jungs zu spielen." Ein höheres Trainingspensum sei nach der langen Zwangspause ohnehin nicht drin gewesen. Die meisten Spieler, hat Trainer Thorsten Tillmann bemerkt, hätten nach zehn Minuten bereits ordentlich nach Luft gepumpt.

Trainer Michael Sandgaard desinfiziert jeden Fußball, bevor die Jugendlichen mit ihm spielen
Torschusstraining ist erlaubt und vermittelt einen Hauch von Fußballnormalität
Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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