Corona und die Folgen
Was der TSV Eintracht Hittfeld noch mehr als Geld braucht

TSV-Finanzvorstand Jutta Fröhlich (li.) und die 1. Vorsitzende Barbara Bohlmann am 
TSV-Sporthaus
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ts. Hittfeld. Die Corona-Krise hat dem TSV Eintracht Hittfeld wegen der Spiel- und Trainingspause Mitglieder gekostet. Seit dem März hätten 200 Mitglieder den Verein verlassen. Dem gegenüber stünden lediglich 20 Eintritte, sagt die 1. Vorsitzende Barbara Bohlmann. Vor der Corona-Krise hielten sich die Ein- und Austritte in etwa die Waage bei einer Zahl von rund 1.800 Mitgliedern.
Durch ausgefallene Veranstaltungen, fehlende Zuschauereinnahmen oder Sponsorenverluste haben Amateursportvereine in Deutschland Einnahmeverluste erlitten. Den breitensportorientierten TSV Eintracht Hittfeld plagt ein anderes Problem mehr: "Mehr als Geld brauchen wir Verlässlichkeit bei der Verfügbarkeit von Sportstätten und praxistaugliche Corona-Regelungen", sagt Finanzvorstand Jutta Fröhlich.
Ein Beispiel aus dem Alltag verdeutlicht das: Der Vorstand erhielt am 26. August die Nachricht, dass die Sporthalle des Landkreises am Peperdieksberg, Heimat der Basketballer und Handballer des TSV, bis zum 30. August gesperrt werde. Zwei Tage später hieß es, die für den Trainings- und Spielbetrieb wichtige Halle würde bis zum 15. September nicht nutzbar sein. Am 30. August erreichte den TSV eine erneute Korrektur, die Halle sei am 31. August wieder bespielbar. "Die Sportler und Eltern reagieren erzürnt und lassen ihren Unmut an dem Vorstand aus", beschreibt Jutta Fröhlich die Reaktion, die das Ehrenamt nicht leichter macht.
Die Hygienevorgaben für den Schwimmsport führen dazu, dass jedes der 360 Mitglieder der TSV-Schwimmabteilung alle 14 Tage jeweils 45 Minuten trainieren darf. So eingeschränkt sei der Trainingsbetrieb. Jutta Fröhlich wünscht sich andere Schutzvorschriften, praxis- und alltagstauglicher. "Ich vermisse die Akzeptanz der Sportvereine in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung", sagt sie.
Trainieren Kinder nicht im Sportverein, verlieren sie die Fähigkeit, sich mit anderen zu arrangieren. "Das Soziale, das den Sport ausmacht, geht den Kindern verloren", warnt Barbara Bohlmann. Die Physiotherapeutin hat beobachtet: "Kinder sind in ihren Bewegungen unkoordinierter geworden und zeigen sich egoistischer." Sie ist sich sicher, dass die Folgen der Corona-Krise Ende des Jahres bereits sichtbar werden.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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