Ortsrat
Antworten auf Fragen zur Deponiesanierung und geplanten Deichertüchtigung in Over

Günter Thonfeld, Ortsbürgermeister von Over und Bullenhausen
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ts. Over. Eine Skizze mit schwarzen Linien auf weißem Papier, mit Klebestreifen an der Wand befestigt - die Präsentation des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zur gestarteten Sanierung der früheren Hausmülldeponie am Herrendeich in Over und zur geplanten Modernisierung des Deichbauwerks im Ortsrat Over, Bullenhausen, Groß-Moor fiel optisch dünn aus. Immerhin: NLWKN-Abteilungsleiter Thilmann-Robert Heinrich und der Ingenieur Oliver Krüger von der mit den Sanierungsarbeiten beauftragten Nordheide Geotechnik GmbH beantworteten Fragen.
Wie berichtet, kommt auf Over eine Dauerbaustelle bis Herbst 2021 zu. Dank der Nachfragen von Anwohnern und Bürgermeister Thonfeld kamen zusätzliche, der Öffentlichkeit bisher nicht bekannte Details zu den Auswirkungen der Deponiesanierung und Deichertüchtigung ans Licht. Hier die Antworten auf wichtige Fragen:
Müssen sich Anwohner Sorgen um die Gesundheit machen?
Von der Deponie gehe keine Gefahr aus, sagt der Ingenieur Oliver Krüger. Ein hoher Anteil an den Ablagerungen im Erdreich seien Bauschutt. Das Material wird bis Ende Februar 2021 abgetragen und zu Deponien gebracht. Der Lkw-Verkehr wird für Anlieger eine Belastung werden, sagt Ortsbürgermeister Thonfeld. Die Lastwagen dürfen mit höchstens zehn km/h den Herrendeich entlangfahren.
Wird auch nachts oder am Wochenende gearbeitet und Lärm entstehen?
Nein, sagt das NLWKN. Die Sanierungsarbeiten erfolgen "in der Woche zu den üblichen Handwerkerzeiten".
Warum sind die Anwohner nicht in einer Bürgerversammlung vorab informiert worden?
Eine Bürgerveranstaltung sei geplant gewesen, aber wegen der Corona-Krise nicht zustande gekommen, sagt NLWKN-Abteilungsleiter Heinrich. "Bei uns kursieren haufenweise Gerüchte", beschwerte sich deshalb ein Anwohner.
Steht fest, wann das Deichbauwerk modernisiert werden soll?
Nein. "Wann das geschehen wird, ist nicht absehbar", sagt NWLKN-Abteilungsleiter Heinrich. Der Herrendeich sei zuletzt in den 1930er-Jahren angepasst worden und entspreche nicht mehr dem Stand der Technik. In Vorprüfungen werde untersucht, welche Auswirkungen der Deichneubau auf die Natur und Menschen haben könne. Würden die Experten zu dem Ergebnis kommen, dass die Folgen nur gering seien, würden die Anwohner informiert. Sollte ein erheblicher Eingriff festgestellt werden, würde ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. Das hieße eine öffentliche Auslegung der Pläne und die Beteiligung der Bevölkerung.
Werden die Anwohner mit Ausbaubeiträgen oder Gebühren zur Kasse gebeten?
NLWKN-Anteilungsleiter Heinrich antwortete nicht mit einem klaren Nein, erwähnte aber keine Kosten, die Anwohner bezahlen müssen. Die Kommune, also die Gemeinde Seevetal, könne sich beteiligen, wenn der als Anwohnerstraße genutzte Deichverteidigungsweg breiter als vier Meter werden solle, sagte er. Vorgesehen ist also eine Breite von vier Metern.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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