Elektromobilität
Warum E-Auto-Besitzer in Seevetal noch auf öffentliche Stromladestationen warten müssen

Seltenes Bild in der Gemeinde Seevetal: eine Ladestation für E-Autos auf dem Parkplatz bei Lidl in Fleestedt
  • Seltenes Bild in der Gemeinde Seevetal: eine Ladestation für E-Autos auf dem Parkplatz bei Lidl in Fleestedt
  • Foto: ts
  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

Das könnte Sie auch interessieren:

Service

Steigende Inzidenzen
Diese Veranstaltungen wurden im Landkreis Harburg wegen Corona abgesagt

thl. Landkreis Harburg. Aufgrund steigender Inzidenzzahlen werden im Landkreis Harburg jetzt zunehmend Veranstaltungen kurzfristig abgesagt, egal ob im Sport, in der Kultur, im Gesellschaftsleben oder in der Politik. Das WOCHENBLATT dokumentiert an dieser Stelle, welche Veranstaltungen abgesagt wurden. Die Liste wird fortlaufend angepasst. Die ADFC-Ortsgruppe Winsen hat bis auf Weiteres alle Fahrradtouren abgesagt. Die Gemeindebücherei Stelle hat bis auf Weiteres alle Veranstaltungen abgesagt....

Blaulicht

Tödlicher Unfall in Buxtehude-Neukloster
Mann von zwei Zügen überrollt

tk. Buxtehude. Unfalldrama auf dem Bahnhof in Buxtehude-Neukloster: Ein Mann (27)  ist auf die Gleise gestürzt und von zwei Zügen überrollt worden. Er ist an seinen schweren Verletzungen gestorben. Gegen 4.10 Uhr ist der Mann nach bisherigen Erkenntnissen  aus der in Richtung Stade fahrenden S-Bahn ausgestiegen und vermutlich aus ungeklärter Ursache unter den Zug geraten und dann bei der Weiterfahrt der Bahn bereits erheblich verletzt worden. Eine zweite Bahn, eine Stunde später, hat den...

Service
8 Bilder

21 Corona-Patienten in den Elbe Kliniken
Landkreis Stade: Am 7.12. wird drittniedrigste Inzidenz in ganz Deutschland gemeldet

jd. Stade. Zu früh gefreut: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Dienstagmorgen (7. Dezember) für den Landkreis Stade erstmals seit Mitte November wieder eine Inzidenz unter der 100er-Marke gemeldet. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 97,4 hätte der Landkreis Stade den niedrigsten Wert in Niedersachsen und den zweitniedrigsten in ganz Deutschland verzeichnet. Doch jetzt heißt es vom Landkreis: Der vom RKI aktuell veröffentlichte Inzidenzwert für den Kreis Stade ist nicht korrekt. Es soll ein...

Politik
Per QR-Code kann man sich problemlos mit der Luca-App einchecken. Doch welchen Nutzen hat das überhaupt?
Aktion

Landkreise Harburg und Stade greifen selten bis fast gar nicht auf Luca-Daten zu
Ernüchternde Bilanz: Luca-App wurde vom Gesundheitsamt Stade nur einmal genutzt

(jd). Sie sollte das Wundermittel gegen Corona sein: Die Luca-App wurde von deren Entwicklern als das Nonplusultra bei der Kontaktnachverfolgung angepriesen. Die PR-Kampagne hat sich gelohnt: 13 Bundesländer haben die Luca-App eingeführt und dafür insgesamt 21 Millionen Euro hingeblättert. Inzwischen stellt sich die Frage, ob diese Steuergelder nicht sinnlos ausgegeben wurden. Denn der Nutzen dieser App erscheint höchst fraglich: Nur wenige Gesundheitsämter setzen Luca tatsächlich ein. Auch die...

Service

Corona-Pandemie
Alle abgesagten Veranstaltungen im Landkreis Stade

sv. Landkreis Stade. Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen werden im Landkreis Stade wieder zunehmend Veranstaltungen abgesagt. In dieser Liste hält das WOCHENBLATT Sie auf dem aktuellen Stand, welche Termine in der Region Pandemie-bedingt nicht stattfinden können. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert. Sollten Sie als Sport- oder Kulturverein oder auch als Partei eine öffentlich angekündigte Veranstaltung absagen müssen, können Sie gerne ein E-Mail an svenja.adamski@kreiszeitung.net...

ts. Seevetal. Eine Million öffentliche Ladepunkte für strombetriebene Fahrzeuge (E-Autos) will die Bundesregierung bis 2030 in Deutschland sehen. Dieses Ziel hat das Bundesverkehrsministerium vergangene Woche nach einem Spitzengespräch mit Autobauern und Stromlieferanten formuliert. Davon ist die Realität noch weit entfernt: Nur 30.000 öffentliche Stromladesäulen sind es laut "ARD-Tagesschau" zurzeit. Auf dem Gebiet der Gemeinde Seevetal finden E-Auto-Besitzer nicht einmal eine Handvoll.
Die Bundesregierung beabsichtigt also, den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos zu beschleunigen. Ohne Mitwirkung der Länder, Städte und Gemeinden funktioniert das nicht. Für Irritation sorgte deshalb die Antwort aus dem Seevetaler Bauamt an die On Charge GmbH. Geschäftsidee des Kölner Unternehmens ist, auf Anfrage von Bürgern, Ladesäulen auch im öffentlichen Raum zu errichten. Einwohner aus Meckelfeld hatten sich an die Firma gewandt, mit der Hoffnung auf die Installation einer öffentlichen E-Ladesäule in dem Seevetaler Ortsteil.
Die Mobilitätswende hat in der Gemeinde Seevetal offenbar noch nicht höchste Priorität: "Die Gemeinde Seevetal stellt derzeit grundsätzlich keine öffentlichen Parkplätze für die Einrichtung von Ladestationen für E-Autos zur Verfügung. Wir halten es für sinnvoller, wenn dies auf privaten Flächen untergebracht wird. Zudem ist es erforderlich, dass die wenigen öffentlichen Parkflächen jederzeit und für jeden nutzbar erhalten bleiben", teilte das Bauamt dem Unternehmen in einer E-Mail, die dem WOCHENBLATT vorliegt, mit.
Dabei will das Bundesverkehrsministerium in den kommenden Jahr in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investieren. Dafür stehen mehr als vier Milliarden Euro bereit. Ladestationen soll es an den Autobahnen, am Arbeitsplatz oder beim Einkaufen geben.
Auf Nachfrage hat die Gemeinde Seevetal ihre Aussage teilweise korrigiert. Es sei nicht richtig, dass die Gemeinde Seevetal die Strategie verfolge, keine öffentlichen Parkplätze für die Installation von Ladestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung zu stellen, antwortete Bürgermeisterin Martina Oertzen (CDU) dem WOCHENBLATT. "Richtig ist die Aussage, dass die Gemeinde Seevetal derzeit keine öffentlichen Plätze in Wohngebieten zur Verfügung stellt. Die Gemeinde haben in den vergangenen zwei Jahren gut fünf entsprechende Anträge erreicht. Teilweise, wie an der großen Ampelkreuzung in Meckelfeld, waren diese Wünsche aus rein praktischen Gründen nicht umsetzbar."
Die Bürgermeisterin verweist auf das fehlende politische Mandat, das der Gemeinderat erteilen müsste. "Bisher gibt es in der Gemeinde Seevetal noch keine politische Beschlusslage, keine Grundsatzentscheidung, die eine grundsätzliche Bereitstellung öffentlicher Parkplätze für Ladesäulen ermöglicht", sagt Martina Oertzen. Auch wenn die Bundesregierung die Infrastruktur nach ihren Möglichkeiten fördern möchte, so seien doch die politischen Gemeinden für sich selbst hoheitlich tätig.
Die Gemeindeverwaltung könnte sich vorstellen, Ladesäulen, auch in größeren Einheiten, an zentralen Orten, zum Beispiel auf Pendlerparkplätzen an den Autobahnen oder an Bahnhöfen im Gemeindegebiet zu errichten. Ein solches Konzept wäre mit den kommunalpolitischen Gremien abzustimmen. "Ich bin mir sicher", sagt Martina Oertzen, "dass wir dieses Thema im kommenden Jahr auf kommunalpolitischer Ebene bewegen werden müssen."

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen