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Landesschulbehörde genehmigt Reformschule

Sind von dem Konzept der Demokratischen Schule überzeugt: Kerstin Koryciak (v. li.), Marie Krüger und Nadja Thies

Die erste Demokratische Schule im Landkreis Harburg startet am 9. August

(ts). Die Landesschulbehörde hat dem Verein Entfaltungsräume die Genehmigung zum Betrieb der ersten sogenannten Demokratischen Schule im Landkreis Harburg erteilt. Damit steht fest: An der privaten Reformschule werden die Schüler der Jahrgänge zwei bis vier am Donnerstag, 9. August, eingeschult. Die Erstklässler folgen am Montag, 13. August. Wie berichtet, wird die Demokratische Schule das erste Jahr in Egestorf sein und ab dem Sommer 2019 seinen dauerhaften Sitz in Seevetal-Ohlendorf haben. Die Schule wird offiziell "Demokratische Schule Heureka Egestorf - Grundschule in freier Trägerschaft (Ersatzschule)" heißen.
An Demokratischen Schulen entscheiden die Kinder selbst, was, wann und mit wem sie lernen. Außenstehenden dürfte es schwer fallen, das Konzept zu verstehen. Wie im demokratischen Staatswesen ist Freiheit reglementiert und findet ihre Grenzen in den Rechten der anderen. Eine Schulversammlung setzt die Regeln fest. Die Schüler bestimmen hier auf Augenhöhe mit.
Nach Anarchie klingt trotzdem nicht, wie sich der Trägerverein "Entfaltungsträume" den Tagesverlauf an seiner Schule vorstellt: Schulzeit ist zwischen 8 und 13 Uhr. Die Unterrichtsangebote werden eine Mischung aus Kursen und Projekten sein. Unterrichtsfächer sind Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Englisch, Kunst, Musik und Sport. In Projekten, zum Beispiel der Anbau von Lebensmitteln, würden die Kinder Grundlagen der Mathematik oder des Schreibens spielerisch nebenbei lernen. Der Stundenplan, den die Schulversammlung aufstellt, entsteht jede Woche neu.