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Meckelfeld voranbringen - aber wie?

Meckelfelds CDU-Vorsitzender Peter Langenbeck wünscht, dass die Sportanlagen am Appenstedter Weg bald saniert werden (Foto: ts)
 
Die Hochhaus-Silhouette in Meckelfeld ist einzigartig in Seevetal (Foto: ts)

Verstopfte Straße, veraltete Sportanlagen und ein heruntergekommener Bahnhof sind Ärgernisse bei den Einwohnern / Die CDU bringt deshalb Meckelfeld ins Gespräch

ts. Meckelfeld. Die unmittelbare Nähe zur Freien und Hansestadt Hamburg hat ihren Preis: Die an der Stadtgrenze gelegene Seevetaler Ortschaft Meckelfeld ist von Durchgangsverkehr während der Hauptberufszeiten stark betroffen. "Menschen aus Fleestedt und Hittfeld fahren durch den Ort. Sämtliche Schleichwege sind dicht. In Meckelfeld herrscht Verkehrschaos", sagt Peter Langenbeck. Der Meckelfelder CDU-Ortsverbandsvorsitzende hat deshalb Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU), zu dessen Wahlkreis Meckelfeld gehört, um Hilfe gebeten.
Bernd Althusmann solle mit Hamburgs Verkehrssenator, dessen Name nach dem angekündigten Rücktritt von Frank Horch (parteilos) bis spätestens zum Jahresende noch nicht feststeht, über eine Lösung für einen verbesserten Verkehrsfluss sprechen. Wie die aussehen könnte, weiß noch niemand. "Eine Ideallösung haben wir nicht", gibt Peter Langenbeck zu. Verkehrsplaner, so der Wunsch, sollen sich deshalb mit dem Verkehrsraum zwischen Meckelfeld und dem Hamburger Bezirk Harburg beschäftigen. Denn der jetzige Zustand sei inakzeptabel: "Meckelfeld ist mit Tempo-30-Zonen an Hamburg angeschlossen", sagt Jutta Freudenberg (CDU) aus Meckelfeld, Mitglied im Seevetaler Gemeinderat.
Städtebaulich wirkt Meckelfeld eher dem Hamburger Bezirk Harburg zugehörig als der Gemeinde Seevetal. Der Eindruck entsteht, weil einige Hochhäuser das Ortsbild prägen. Viele Meckelfelder empfinden die in Seevetal einzigartige Silhouette als Bausünde - auch deshalb haben sie den Eindruck, Meckelfeld sei benachteiligt.
Die CDU in Meckelfeld wollte jetzt von den Einwohnern wissen, wie Meckelfeld vorangebracht werden könne. 100 Besucher hat die öffentliche Diskussionsveranstaltung im Helbach-Haus mobilisiert. Bernd Althusmann und Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen haben teilgenommen.
Der in die Jahre gekommene Bahnhof in Meckelfeld gilt als Ärgernis bei vielen Menschen. Zwar hat die Deutsche Bahn eine Neugestaltung und den Bau eines barrierefreien Zugangs angekündigt - die Bauarbeiten lassen aber auf sich warten. Peter Langenbeck nennt den Bahnhof einen "Schandfleck".
In die Jahre gekommen ist auch die Mattenmoorstraße. Sie ist die heimliche Hauptstraße Meckelfelds gewesen, bevor sich der Handel weitgehend an der Glüsinger Straße konzentrierte. Der Meckelfelder Ortsrat hat die Gemeinde Seevetal gebeten, die Mattenmoorstraße zu sanieren, hübscher zu machen.
Auf eine Neugestaltung des Nadelöhrs im Ort, die Kreuzung Bürgermeister-Heitmann-Straße/Glüsinger Straße/Rönneburger Straße, wartet Meckelfeld bereits lange. Die Baumaßnahme fällt in die Verantwortung des Landkreises Harburg. "Wir werden seit Jahren vom Landkreis vertröstet", sagt Peter Langenbeck.
Für die geplante städtebauliche Entwicklung Meckelfelds mit Wohnungsbau auf den sogenannten "Erdbeerfeldern" zwischen Glüsinger Straße und Appenstedter Weg fordert die Meckelfelder CDU eine "moderate Bebauung". Die Idee von Mehrfamilienhäusern mit insgesamt bis zu 400 Wohnungen lehnt sie ab. "Weniger ist mehr", sagt Peter Langenbek, "wir stellen uns einen Mix aus Mehrfamilien-, Doppel- und Einfamilienhäusern wie am Hillenklint vor."
Nachholbedarf in Meckelfeld sieht die CDU bei der Sportinfrastruktur. Die Sportplätze und Umkleidekabinen am Appenstedter Weg seien in einem katastrophalen Zustand, sagt Peter Langenbeck. Der 60-Jährige ist selbst aktiver Fußballer im TV Meckelfeld.
Die Sanierung soll zwar erfolgen. Aber Peter Langenbeck hat den Eindruck, dass Meckelfeld nicht die höchste Priorität genießen. Wie sich das ändern lässt? "Wir ehrenamtlichen Freizeitpolitiker müssen Meckelfeld immer wieder ins Gespräch bringen."