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Kreuzungen in Stade und Ahlerstedt sind Unfallschwerpunkte im Landkreis Stade

Die Kreuzung B73/B74 in Stade zählt zu den Unfallschwerpunkten. Hier hat es in 2017 insgesamt 29 Mal gekracht (Foto: Polizei)
lt. Landkreis. Mit 29 Unfällen, bei denen sich ein Mensch schwer und neun leicht verletzten, führt die Kreuzung B 73/B 74 in Stade die Liste der Unfallschwerpunkte im Landkreis an. Häufigste Ursache war ungenügender Sicherheitsabstand, gefolgt von nicht angepasster Geschwindigkeit und Alkoholeinfluss.
Das kam u.a. bei der Auswertung der Unfallstatistik 2017 in Hinblick auf Unfallschwerpunkte heraus, die die Verkehrssachbearbeiter Jan Horwege (Polizeihauptkommissar) und seine Mitarbeiterin Kathrin Donker zusammen gestellt hatten.
Vertreter von Polizei, Straßenverkehrsamt, Landkreis, Verkehrswacht und den Straßenmeistereien trafen sich kürzlich zur Analyse der Unfallschwerpunkte und zur Diskussion über mögliche Maßnahmen zur Minderung der Unfallzahlen. Einige Maßnahmen wurden bereits durchgeführt.
So sind an der Kreuzung von K54 und K55 in Höhe des Industriegebietes Ahlerstedt-Klethen neue Markierungen auf die Fahrbahn aufgebracht und die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h reduziert worden, teilt Polizei-Sprecher Rainer Bohmbach mit. An der Kreuzung ereigneten sich die schwersten Unfälle. Zwischen 2015 und 2017 verletzten sich bei insgesamt vier Unfällen fünf Menschen schwer und zwei weitere leicht. In 2018 kamen im Abstand von wenigen Tagen im Mai zwei schwere Unfälle hinzu, davon einmal mit einer Toten und zwei Schwerverletzten und einmal mit drei Schwerverletzten. In allen Fällen war die Unfall-Ursache Vorfahrtmissachtung.
An fünf weiteren Unfallschwerpunkten sind konkrete Maßnahmen geplant, bzw. wurden teilweise schon durchgeführt:
• An der Kreuzung Rübker Straße/Konrad-Adenauer-Allee in Buxtehude ist bereits in diesem Jahr eine Fahrbahnsanierung durchgeführt worden.
• Im Bereich Westmoor/Schützenhofweg/Konopkastraße in Buxtehude, wo es eine hohe Verkehrsdichte gebe und die Sichtverhältnisse nicht optimal seien, sollen möglicherweise Hecken und Bäume geschnitten werden, so Bohmbach.
• Auf der K 51 in Buxtehude im Bereich Orchideenstraße wurde die zulässige Höchtsgeschwindigkeit bereits von 70 auf 50 km/h reduziert.
• Am Unfallschwerpunkt auf der L 123 in Horneburg wird im kommenden Jahr die Fahrbahn saniert.
• Im Bereich L 130 / K52 in der Beckdorfer Ortsmitte sollen Gespräche mit der Samtgemeinde Apensen über mögliche Maßnahmen zur Verringerung von Unfällen geführt werden.
Insgesamt sind in 2017 im Landkreis Stade 4.560 Unfälle registriert worden, zehn Menschen verloren dabei ihr Leben (das WOCHENBLATT berichtete).