Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Wahre Helden des Alltags"

Ortsbrandmeister Jörg Bastian (v.re.) mit den Wiepenkather Urgesteinen Claus Deede und Peter Bösch Fotos: Feuerwehr
 
Ortsbrandmeister Jörg Bastian blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurück

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wiepenkathen / Lob der Bürgermeisterin

jd. Stade-Wiepenkathen. Auf ein einsatz- und aktionsreiches Jahr blickte Ortsbrandmeister Jörg Bastian am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wiepenkathen zurück. 2018 feierten die Brandschützer das 90. Bestehen der Organisation, nahmen ein neues Tanklöschfahrzeug in Betrieb und gründeten eine Kinderfeuerwehr.

Die 84 Aktiven - fünf mehr als noch 2017 - absolvierten im vergangenen Jahr 148 Einsätze. Obwohl die Region von schweren Stürmen verschont blieb, sind das nur 19 Einsätze weniger als im Rekordjahr 2017. Fünf Großfeuer mussten gelöscht werden. 18 Mal rückte die mit einem Defibrillator ausgestattete Notfallgruppe aus, um in Wiepenkathen und im Stadtgebiet Patienten mit einem Herzinfarkt oder anderen kardiologischen Problemen zu versorgen. Damit kommt die Wehr auf 3.027 Einsatzstunden. Mit Übungsdiensten und Veranstaltungen leisteten die Brandschützer 24.380 Stunden ehrenamtliche Arbeit.

Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber sprach von einer „eindrucksvollen Bilanz“. Die Einsatzkräfte hätten viele Gefahren abwenden können. „Sie sind die wahren Helden des Alltags“, so die Rathauschefin. Mit Sorge müsse sie allerdings zur Kenntnis nehmen, dass Feuerwehrleute während ihrer Arbeit attackiert werden. In der Neujahrsnacht hätten Passanten in der Neujahrsnacht im Altländer Viertel Böller und Raketen auf Feuerwehrleute aus Stade geschossen.

Die Polizei habe anrücken müssen. „Das kann nicht sein“, sagte Nieber. In solchen Fällen werde die Stadt Strafantrag stellen. Das Ordnungsamt kümmere sich um die Abwicklung, die persönlichen Daten der Einsatzkräfte sollten nicht an die Täter gelangen.

In die Altersabteilung und damit in den „Feuerwehrruhestand“ gewechselt sind zwei Urgesteine der Wiepenkathener Feuerwehr: Claus Deede ist seit 47 Jahren Feuerwehrmitglied. Er war 1992 maßgeblich an der Gründung der Jugendfeuerwehr beteiligt und zwischenzeitlich als Betreuer und stellvertretender Jugendwart tätig. Den gleichen Schritt vollzieht der bisherige Kassenwart Peter Bösch. Seit 1979 - und damit stolze 40 Jahre - war er für die Kasse zuständig, zunächst als stellvertretender Kassenwart.

Zusammen mit den 32 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr, den 16 Kindern in der Kinderfeuerwehr und den 12 Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung engagieren sich 144 Menschen in der Freiwilligen Feuerwehr Wiepenkathen.

Pastor wurde offiziell verabschiedet

Aus Wolfsburg war der langjährige Wiepenkathener Pastor, Notfallseelsorger und Feuerwehr-Gruppenführer Christian Berndt bei der Jahreshauptversammlung zu Besuch. Er war im Herbst als Superintendent in die Autostadt gewechselt. Die Kameraden haben ihn am Freitagabend offiziell verabschiedet.

Seit 2000 engagierte er sich bei den Brandschützern - zuletzt auch als Gruppenführer und Mitglied im Ortskommando. „Du warst damit mehr als unser Pastor. Du bist ein Feuerwehrkamerad und guter Freund geworden“, sagte Ortsbrandmeister Bastian.
Sowohl von kirchlicher Seite als auch als Fachberater beim Kreisfeuerwehrverband war Christian Berndt in den vergangenen Jahren maßgeblich am Aufbau des Notfallseelsorge-Netzwerks im Land- und Kirchenkreis Stade beteiligt.