Missglückte Brandstiftung
Feuer in Stader Friedhofskapelle gelegt

Die Friedhofskapelle an der Harburger Straße wurde glücklicherweise nicht durch das Feuer zerstört
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jab. Stade. Bloß mutwillige Zerstörungswut oder steckt doch mehr dahinter? In die Friedhofskapelle auf dem Camper Friedhof in Stade wurde gleich zwei Mal innerhalb nur weniger Tage eingebrochen. Dabei versuchten die Täter sogar, das Holz der Kapelle in Brand zu stecken.

Unbekannte hebelten am vergangenen Wochenende zwischen Freitagmittag und Sonntagnachmittag an der Harburger Straße eine Seitentür der Friedhofskapelle auf. Danach suchten sie nach Beute. Ob die Einbrecher dabei etwas mitgehen ließen, ist noch nicht klar. Der Schaden wurde auf 1.500 Euro geschätzt.
In der Nacht zu Montag machten sich erneut Täter an der Kapelle zu schaffen. Sie drangen in das Gebäude ein, schütteten Brandbeschleuniger aus, den sie dann mit einem unbekannten Gegenstand anzündeten. Dabei gerieten die Holztür, Teile der Holzverkleidung und ein Oberlicht in Brand. Das Feuer erlosch glücklicherweise von allein, wodurch es sich nicht in der gesamten Friedhofskapelle ausbreiten konnte. Der Schaden durch diesen Einbruch und das Feuer beläuft sich auf rund 30.000 Euro.

Nun bleibt die Frage, wer Interesse daran hat, auf einem Friedhof in die Kapelle einzubrechen und diese in Brand zu stecken. Könnte sogar ein rechtsextremes Motiv der Grund für die Verbrechen sein? Denn auf dem Camper Friedhof soll in diesem Jahr eine muslimische Begrabungsstätte entstehen. Im nordwestlichen Bereich soll Platz für 140 Grabstätten geschaffen werden. Die Pressesprecherin der Stadt Stade, Myriam Kappelhoff, teilt mit, dass es bei der Stadt keine Hinweise darauf gibt, dass die Einbrüche sowie die versuchte Brandstiftung mit dem geplanten muslimischen Friedhof in Zusammenhang stehen.

Auch die Polizei geht bisher nicht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. "Wir haben bisher keinerlei Hinweise, die darauf hindeuten", so Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Zunächst werde man weiter die Täter ermitteln, erst dann könne man weitersehen.

• Hinweise an die Stader Polizei unter der Rufnummer 04141-102215

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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