2.516 Mal alarmiert
Mehr Einsätze für Feuerwehren im Landkreis Stade

Der Brand des Harsefelder Recyclinghofs ist vielen                        Feuerwehrleuten im Gedächtnis geblieben
  • Der Brand des Harsefelder Recyclinghofs ist vielen Feuerwehrleuten im Gedächtnis geblieben
  • Foto: Polizei
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jab. Landkreis. Mehr Einsätze in der Brandbekämpfung und bei Verkehrsunfällen, dafür keine Meldungen über verbale oder körperliche Angriffe gegenüber den Einsatzkräften im Landkreis Stade: Das ist die Bilanz der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Stade des vergangenen Jahres, die Kreisbrandmeister Peter Winter kurz zusammenfasst.

Im Jahr 2020 rückten die Feuerwehren zu 2.216 Einsätzen aus. Dazu kommen noch 300 AED-Einsätze. Im Landkreis bestehen derzeit 37 AED-Gruppen (Notfallgruppen). Im Vergleich zum Vorjahr steigerten sich ihre Einsätze um ca. 17 Prozent.

Die Brandeinsätze sind mit 466 Alarmierungen nahezu konstant zum Vorjahr. Allerdings gab es zwölf Großfeuer, von denen besonders die Feuer des Recyclinghofes in Harsefeld sowie des Industrieschredders auf einem Wertstoffhof in Wischhafen in Erinnerung geblieben sind. Hierbei seien nicht nur die örtlichen Feuerwehren stark gefordert worden, sondern auch die vielen Spezialkräfte und Gerätschaften der Kreisfeuerwehr.

Wie schon im vergangenen Jahr liegt die Zahl der Einsätze wegen ausgelöster Brandmeldeanlagen enorm hoch. Sie stieg sogar um 58 auf 556 Einsätze.

Zu Verkehrsunfällen und anderweitigen technischen Hilfeleistungen wurden die Rettungskräfte 1.038 Mal gerufen. Zu Einsätzen mit der Bezeichnung "Sonderlagen" mussten die Feuerwehren neun Mal ausrücken. Die Wetterlage war 2020 überschaubar. "Man kann es als großes Glück bezeichnen, dass wir im Zug der aktuellen Corona-Pandemie von den sonst üblichen komplexen Unwetterlagen verschont geblieben sind", sagt Winter.

Mit 30 Umwelt- und 39 Wasserrettungseinsätzen liegen die Zahlen auf einem hohen, aber durchschnittlichen Level im Vergleich zu den Vorjahren. Dennoch gab es 2020 15 Wasserrettungseinsätze weniger als noch im Jahr zuvor.

Damit stehen insgesamt 2.516 Alarmierungen unterm Strich. Augenscheinlich sind dies 339 Einsätze weniger als im Vorjahr. Allerdings fanden statt der in normalen Jahren ausgeübten 650 Brandsicherheitswachen lediglich 78 statt. Somit gab es 2020 insgesamt ca. 200 mehr Einsätze, bei denen Feuerwehrleute aktiv waren.

Vergangenes Jahr wurden keine signifikanten Attacken - egal, ob verbal oder körperlich - gemeldet. "Hoffen wir, dass es sich hier nicht nur um eine Momentaufnahme handelt, sondern eine langfristige Einsicht in Teilen unserer Gesellschaft eingetreten ist", sagt Winter.

Winters Fazit: 2020 war ein Jahr mit einem durchschnittlichen Einsatzaufkommen. Allerdings hat die Corona-Pandemie auch die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren beeinflusst. Ganz besonders waren die Ausbildungsdienste betroffen, da sie nicht stattfinden konnten. Dennoch konnte stets eine hundertprozentige Einsatzbereitschaft gewährleistet werden. "Durch das hervorragende Zusammenspiel von Feuerwehr, Polizei, dem hauptamtlichen Rettungsdienst und auch anderen Hilfsorganisationen war und ist auch in Zeiten der Pandemie ein Höchstmaß an Sicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger garantiert", so Winter abschließend.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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