Razzia auf dem Bau in Stade

Baustelle an der Schölischer Straße
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Zoll sucht Schwarzarbeiter / Routinekontrolle an der Schölischer Straße

tp. Stade. Aufregung und Verunsicherung löste am Mittwochmorgen ein größerer Einsatz des Zolls auf der Baustelle an der Schölischer Straße in Stade aus. Mehrere Kleinbusse hielten auf der Höhe des Hotels und der Bäckerei. Uniformierte Beamte aus Bremen stellten die Personalien der Bauarbeiter fest - eine Routine-Kontrolle in Sachen Schwarzarbeit, wie sich nach WOCHENBLATT-Recherche herausstellt.

Laut dem Polier der von der Stadt mit den Kanalbauarbeiten beauftragten Firma Mittelweser Tiefbau aus Nordholz, Friedel Aldag, wurden bei der auch für ihn überraschenden rund 45-minütigen Aktion die Ausweise sämtlicher 15 auf der Baustelle Beschäftigten kontrolliert. Dabei seien keine Unregelmäßigkeiten festgestellt worden, so Alldag. "Wir beschäftigen keine Schwarzarbeiter, das lohnt sich nicht", so Aldag klipp und klar. "Insofern kann ich nicht mit einem Skandal dienen." Zuletzt habe er eine Razzia dieses Ausmaßes auf vor fünf Jahren auf einer Großbaustelle in Hamburg erlebt, so Aldag.

Die Baustelle wird aber aus anderen Gründen voraussichtlich weiter für Schlagzeilen sorgen: Anwohner wehren sich mit Nachdruck gegen die Satzung, aufgrund derer sie bis auf Weiteres zur Kostenbeteiligung an der Kanal- und Fahrbahnsanierung beteiligt werden sollen. Die Politik berät über Alternativen. Vor der Sommerpause soll die Entscheidung fallen.

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