Vergewaltigung im "Love-Mobil": Freier zu Haftstrafe auf Bewährung verurteilt

In diesem Wohnwagen an der Bundesstraße 73 kurz vor Dollern soll eine Prostituierte vergewaltigt worden sein
  • In diesem Wohnwagen an der Bundesstraße 73 kurz vor Dollern soll eine Prostituierte vergewaltigt worden sein
  • hochgeladen von Lena Stehr

lt. Buxtehude/Dollern. Im neuen Sexualstrafrecht reicht ein "Nein" zu einer sexuellen Handlung aus, um als Vergewaltigung oder Nötigung zu gelten. Und das gilt selbstverständlich auch, wenn das Opfer eine Prostituierte ist, die zu Beginn des Geschlechtsverkehrs noch damit einverstanden war.
Vor dem Amtsgericht Buxtehude wurde jetzt ein Mann aus Stade (34) wegen Vergewaltigung zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung, verurteilt. Der gebürtige Bulgare muss dem Opfer außerdem eine Entschädigung in Höhe von 1.200 Euro zahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von einem Jahr gefordert, die Verteidigung plädierte auf Freispruch.
Folgendes soll sich im Januar dieses Jahres abgespielt haben: Der Mann, der mit seiner Frau und zwei Kindern in Stade lebt, hatte an einem Abend gegen 18 Uhr die Dienste einer Prostituierten (22) in einem "Love-Mobil" in Dollern in Anspruch genommen. Die beiden kannten sich bereits aus einem Nachtclub in Dollern und hatten schon einmal zuvor im Wohnwagen einvernehmlich Sex gehabt.
Vereinbart waren - wie beim ersten Mal auch - 20 Minuten gegen eine Gebühr von 50 Euro. Nach Ablauf der Zeit wollte die Frau aus der Slowakei den Geschlechtsverkehr beenden. Doch ihr Freier war damit nicht einverstanden. Der zu dem Zeitpunkt angetrunkene Mann würgte die Frau und setzte den Geschlechtsverkehr fort, obwohl sich die Prostituierte wehrte und schrie.
Es gelang ihr schließlich, sich zu befreien und ihre Chefin, die Besitzerin des Nachtclubs, anzurufen. Die Chefin hörte den aufgebrachten Mann durchs Telefon brüllen, dass er ein "wichtiger Zigeuner" sei und dass die Prostituierte ihn noch kennenlernen würde.
Das Opfer sagte vor Gericht außerdem aus, dass der Freier ihr gedroht habe, sie überall zu finden. Die Frau, die einen dreijährigen Sohn hat, habe seitdem Angst um sich und ihr Kind. In Folge der Tat und aus Furcht vor dem Bulgaren arbeite sie nun mit Einbruch der Dunkelheit gar nicht mehr im "Love-Mobil", so die Prostituierte.
Die Nachtclub-Chefin (39) bestätigte die Aussagen ihrer Angestellten und gab außerdem an, dass der Beschuldigte schon früher im Nachtclub negativ aufgefallen sei und Sex haben wollte, ohne zu bezahlen.
Der Verurteilte gab vor Gericht zu, dass er einen Streit mit der Prostituierten hatte. Laut seiner Aussage hatte die Frau bereits nach zehn - statt der vereinbarten 20 Minuten, den Verkehr abgebrochen. Der Mann stritt ab, weiter gemacht zu haben. Er habe der Prostituierten nichts angetan und sei mit seinem Freund im Auto weggefahren. "Ich bin nach Deutschland gekommen, um zu arbeiten und damit meine Kinder hier zur Schule gehen können - nicht um Probleme zu machen", so der Stader.
Sowohl Täter als auch Opfer hatten bei der Verhandlung einen Dolmetscher an ihrer Seite.

Panorama
  3 Bilder

Eklat zwischen dem Künstler Erwin Hilbert und dem Vorstand der St.-Petri-Kirche
Kunstausstellung in Buxtehuder Kirche vorzeitig beendet

sla. Buxtehude. Nach etlichen Vorfällen, über die das WOCHENBLATT berichtete, hat der Kirchenvorstand der St.-Petri-Kirchengemeinde die Kunstausstellung "Jesus und andere Gestalten" sowie die weitere Zusammenarbeit mit dem Künstler Erwin Hilbert vorzeitig beendet. Der Entschluss wurde durch Pastor Michael Glawion nach dem Druck der Wochenendausgabe bekanntgegeben. Die genauen Hintergründe, die zu dieser Entscheidung führten, werden in der nächsten WOCHENBLATT-Ausgabe am Mittwoch ausführlich...

Politik
Wenn sich in der Biotonne Maden sammeln, ist das nicht gefährlich, beruhigt der Landkreis

Antwort des Landkreises Harburg auf FDP-Antrag
Maden in Biotonnen sind ungefährlich

(os). Wenn sich in der Biotonne Maden sammeln oder die Tonne einen unangenehmen Geruch verbreitet, ist das für Menschen ungefährlich. Das geht aus der Antwort des Landkreises Harburg auf eine Anfrage der FDP-Kreistagsfraktion hervor. Wie berichtet, wollten die Freidemokraten wissen, ob es möglich ist, die Biotonne in den Monaten zwischen Mai und September jede Woche und nicht wie derzeit alle 14 Tage leeren zu lassen. Die FDP-Fraktion hatte auf viele Klagen von Bürgern verwiesen, denen beim...

Panorama
Die DLRG rät, nur an bewachten Badestellen ins Wasser zu gehen

Viele Tote an ungesicherten Badestellen
24 Menschen sind bisher in Niedersachsen ertrunken

(bim). Eine Zwischenbilanz der bisherigen Ertrinkungszahlen veröffentlichte jetzt der DLRG-Bundesverband. Demnach sind in Niedersachsen 24 Menschen ertrunken und damit fünf weniger als im Vorjahr. Im Ländervergleich erreicht Niedersachsen dennoch den dritthöchsten Wert (in Nordrhein-Westfalen sind es 26, in Bayern 35). Bundesweit wurden 192 Ertrunkene registriert. Die meisten Unfälle ereignen sich nach wie vor im Binnenland - besondere Gefahr besteht an ungesicherten Badestellen, wie...

Panorama
Bei Drochtersen soll die A 20 die Elbe unterqueren. Der Tunnelbau könnte - wenn alles gut läuft - 2025 beginnen

Fertigstellung der A 20 weiter für 2030 angepeilt
Neuer Elbtunnel: Baubeginn soll 2025 sein

Ab 2030 sollen die ersten Autos durch den neuen Elbtunnel bei Drochtersen rollen.(jd).  Der Termin 2030 wurde in den Vorjahren immer wieder von Planern und Politikern genannt. Jetzt bestätigte der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Bernd Buchholz noch einmal indirekt die Zeitplanung: Er rechne damit, dass die A 20 in seinem Bundesland ab 2030 in ihrer kompletten Länge befahren werden kann, erklärte der Minister. Er dürfte dabei auch an die Elbquerung gedacht haben. Denn ohne den Tunnel...

Politik
Auf dem Gelände der Stadtwerke an der Maurerstraße soll in einer Halle ein Feuerwehrfahrzeug stationiert werden

Sechsmonatige Probephase geplant
Feuerwehrstandort bei den Buchholzer Stadtwerken?

os. Buchholz. Steht bald ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Holm in der Waschhalle der Buchholzer Stadtwerke, um von der Maurerstraße zu Einsätzen z. B. ein Steinbeck auszurücken? Das sehen zumindest die Pläne der Stadtverwaltung und der Feuerwehrspitze vor, die Buchholz' Stadtjustiziarin Hilke Henningsmeyer jüngst im Bauausschuss vorstellte. Demnach soll es einen sechsmonatigen Probebetrieb geben und hinterher über weitere Schritte entschieden werden. Hintergrund der Maßnahme ist...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen