Diebe schlagen in Mehrfamilienhäusern in Stade zu
Warnung vor Klingeltrick

Rainer Bohmbach appelliert an Bewohner von Mehrfamilienhäusern, niemanden unbedacht ins Haus zu lassen Foto: Archiv/Polizei
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  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. Mal eben schnell die Tür geöffnet oder aus Bequemlichkeit die Außentür zum Treppenhaus offen gelassen - das kann fatale Folgen haben. Davor warnt auch wieder verstärkt die Polizei. Denn derzeit machen sich Täter vermehrt eine solche Unbedarftheit in Stade zunutze.

"Seit drei Monaten beobachten wir das Phänomen verstärkt", sagt Pressesprecher der Polizei Rainer Bohmbach. Bei Mehrfamilienhäusern werde das sogenannte "Reinklingeln" angewendet. Der oder die Täter drücken dabei mehrere Klingeln gleichzeitig, um ins Haus gelassen zu werden. Häufig werde von den Bewohnern lediglich der Summer gedrückt. Auch die Behauptung, es handele sich um die Post, zeige diebische Erfolge. Besonders einfach werde es den Einbrechern aber gemacht, wenn die Tür gar nicht erst richtig verschlossen wird. So können sie sich ungestört in den Kellern umsehen.

Meist handele es sich bei dem Diebesgut um Kleinkram, so Bohmbach. "Wir vermuten, dass es sich hier um Beschaffungskriminalität handelt, die von einem oder mehreren Tätern begangen wird." Den Keller habe man als Bewohner nicht permanent im Blick, zudem seien die Abteile häufig nur schlecht gesichert und leicht zu öffnen - ein perfektes Ziel also.

Daher sei es wichtig, die Außentür immer ordentlich verschlossen zu halten. So erhalten nur berechtigte Personen mit dem Schlüssel Zugang zum Gebäude. Bohmbach empfiehlt, zusätzlich Schilder aufzuhängen, damit jeder im Haus auf die Situation aufmerksam gemacht wird. Außerdem sollten niemals Personen ins Haus gelassen werden, ohne sich vorher persönlich davon zu überzeugen, wer vor der Tür steht.

Sollten die Tipps nicht gewirkt haben und sich Unbefugte in den Kellerräumen aufhalten, sei es sinnvoll sich bei der Polizei, wenn nötig auch über die 110, zu melden. Die Beamten werden die Hinweise dann überprüfen und gegebenenfalls auch Spuren sichern, falls es zu einem Einbruch gekommen sein sollte.
In Stade wurden im vergangenen Quartal in den Stadtteilen Hahle, Kopenkamp und Campe mindestens 50 Einbrüche in Kellerabteile von Mehrfamilienhäusern gemeldet. Dabei wurden meist Gegenstände von geringem Wert erbeutet. Die Ermittlungen dauern weiter an.

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