Anastasiya Nesterovas Sicht auf Stade
Abstrakt, wild und lebendig: Bilder der "Stader Uul" im Rathaus

Anastasiya Nesterova, Stipendiatin der "Stader Uul", hat ihren Blick auf Stade und die Umgebung in beeindruckenden Ölbildern 
und Farbholzschnitten verewigt Fotos: lt
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  • Anastasiya Nesterova, Stipendiatin der "Stader Uul", hat ihren Blick auf Stade und die Umgebung in beeindruckenden Ölbildern
    und Farbholzschnitten verewigt Fotos: lt
  • hochgeladen von Lena Stehr

lt. Stade. Die vergängliche Apfelblüte, die Elbe, Schiffe und den historischen Holzkran am Fischmarkt hat die freischaffende Künstlerin und Druckgraphikerin Anastasiya Nesterova unter anderem in ihren in den vergangenen Wochen in Stade entstandenen Werken verewigt. Die Stipendiatin der "Stader Uul" hat bei ihren teilweise stark minimalistischen und abstrakten Darstellungen bewusst auf "niedliche Postkartenmotive" verzichtet.
Besonders inspirierend fand sie die Fahrt mit der Elbfähre Wischhafen, der einzigen Verbindung auf die andere Elbseite, abgesehen vom Elbtunnel. Auch die für das Alte Land typischen Apfelbäume, die "wie kleine Krieger in Reihen stehen", haben ihren kreativen Output gefördert. "Die Bäume haben etwas Dynamisches und sind wunderschön, wenn sie im Frühling blühen", sagt die gebürtige Ukrainerin, die inzwischen in Münster lebt.
Von der Blüte ist auch das größte ihrer Werke inspiriert, das derzeit im Stader Rathaus zu sehen ist. Auf zwei großen Leinwänden hat Anastasiya Nesterova aus Acryl und Öl eine Obstbaumlandschaft erschaffen, die sich dem Betrachter immer wilder und lebendiger darstellt, je näher man an das Bild herantritt.
Den für Stade typischen Holzkran am Fischmarkt hat die "Stader Uul" auch in Öl festgehalten. Das Bild hängt etwas versteckt im ersten Obergeschoss des neuen Rathauses und zeigt auch die alte Linde. "Den Baum wollte ich unbedingt im Bild festhalten, denn es gibt nur wenig Grün in der Altstadt", sagt die Künstlerin.
Ansonsten habe sie Stade als eine ruhige, wunderschön historische Stadt kennengelernt, in der sie ungeheuer produktiv sein konnte. Außerdem habe sie viele neue und interessante Kontakte geknüpft und empfiehlt jedem einen Besuch im Baumhaus-Museum von Hans-Jürgen Berg.
Die insgesamt 35 Bilder von Anastasiya Nesterova, die teilweise auch aus vergangenen Jahren stammen, sind unter dem Motto "Nur für kurze Zeit ..." noch bis Freitag, 28. Juni, im neuen Rathaus zu sehen. Ende Juni endet auch das dreimonatige Stipendiat der Stader Stiftung für Kultur und Geschichte und die "Stader Uul" fliegt wieder aus.

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