Begegnung mit der Ewigkeit

In seinem Buch "Der Horstfriedhof" hat Arnd Siegel verschiedene Grabsteine und deren Symbole dokumentiert. In der Romantik war der Schmetterling beliebt. Er steht für die Auferstehung
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  • In seinem Buch "Der Horstfriedhof" hat Arnd Siegel verschiedene Grabsteine und deren Symbole dokumentiert. In der Romantik war der Schmetterling beliebt. Er steht für die Auferstehung
  • hochgeladen von Lena Stehr

lt. Stade. Wer auf einem Friedhof spazieren geht, begegnet seinen verstorbenen Angehörigen, der Ewigkeit und auch sich selbst, sagt Stades Superintendent Dr. Thomas Kück. Und wer dem mit Abstand größten Friedhof Stades einen Besuch abstattet, begibt sich auch auf eine Reise durch die Bestattungskultur von 1789 bis heute.
Um den Erhalt des parkähnlich angelegten Horstfriedhofs mit den vielen historischen Grab- und Denkmalen kümmert sich ab sofort die "Siegel-Stiftung für den Horsfriedhof Stade". Sie wird am heutigen Samstag, 2. Februar, nach der Abendandacht in der Friedhofskapelle gegründet.
Wie berichtet, beträgt das Startkapital der gemeinnützigen Stiftung 100.000 Euro. Die Hälfte des Geldes steuert der Gesamtverband der evangelisch-lutherischen Kirchen in Stade bei. Die andere Hälfte stammt von Ideengeber Dr. Arnd Siegel (75).
Der Hamburger Chirurg im Ruhestand hat ein besonderes Verhältnis zum Horstfriedhof. Regelmäßig besucht er dort das Familiengrab seiner Ahnen, der bekannten Stader Ärzte- und Klavierfabrikanten-Dynastie Siegel. Auch Siegels Ehefrau hat auf dem Horstfriedhof 2006 ihre letzte Ruhestätte gefunden.
"Die alten Gräber dürfen nicht verschwinden", sind sich Siegel und Kück einig. Ohne die Stiftung würde es aber genau dazu kommen. Denn aus eigener Kraft kann die Kirche die Grabstätten nicht erhalten, wenn es keine Angehörigen mehr gibt, sagt Kück.
Als erstes will sich die Stiftung voraussichtlich um die zahlreichen verwitterten Grabsteine aus Kalksandstein kümmern. Viele von ihnen tragen Symbole der Romantik wie Schmetterlinge, Stundengläser oder Stern. Das klassische Kreuz wurde erst später "modern".
Übrigens: Der Horstfriedhof ist der einzig kirchlich verwaltete in der Hansestadt. Anonyme Gräber gibt es hier nicht. "Jeder Name ist es wert, genannt zu werden", sagt Thomas Kück.
Wer die Stiftung mit Zustiftungen und Spenden unterstützen möchte, überweist den gewünschten Betrag auf das Konto des Kirchenamtes (Kontonr.: 8094 bei der Sparkasse Stade-Altes Land, Stichwort "Siegelstiftung")

In seinem Buch "Der Horstfriedhof" hat Arnd Siegel verschiedene Grabsteine und deren Symbole dokumentiert. In der Romantik war der Schmetterling beliebt. Er steht für die Auferstehung
Gründen gemeinsam die "Siegel-Stiftung für den Horstfriedhof Stade": Superintendent Dr. Thomas Kück (li.) und Dr. Arnd Siegel

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