Mit einer bunten Protestaktion sorgten die "Artists for Future" auf der Hohentorsbrücke in Stade für Aufsehen
Demonstrieren für Umwelt- und Klimaschutz

Zahlreiche Botschaften waren auf dem Bürgersteig zu lesen Foto: jab
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  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. Eine neue kreative Aktion haben sich die "Artists for Future" ausgedacht: Mit Kreidezeichnungen machten sie auf der Hohentorsbrücke auf das Thema Artensterben aufmerksam und versuchten gleichzeitig, die Menschen in Stade dafür zu sensibilisieren.

Da auch spontan noch Künstler hinzugekommen waren, zählten die Protestler 16 Teilnehmer. Gemeinsam malten sie mit Kreide Bilder und schrieben Botschaften auf den Bürgersteig. Auch mit Sprühkreide wurden Motive aufgesprüht. Dabei verflüchtigen sich zwar nach ein paar Tagen die Werke, die Botschaft dahinter findet aber Eingang in das Denken der Menschen. Auf jeden Fall sorgte die Aktion für jede Menge Aufsehen bei den Passanten. Viele blieben stehen, sahen sich die Kreidezeichnungen an. Einige wollten sogar direkt mitmachen.

Jeder Demonstrant drückte sich auf seine Weise aus und zeigte, was ihm persönlich wichtig ist, egal, ob es der Schutz von Bienen, Bäumen oder Blumen ist. Während der Aktion "Kreidezeit" verhielten sich alle Beteiligten still und sprachen so gut wie gar nicht. Denn ihr Kunstwerk sollte ganz für sich sprechen. "Vor uns die Sintflut" stand da beispielsweise in großen Lettern auf dem Radweg. Zudem spielten zwei Musiker traurige Musik und verdeutlichten noch einmal mehr das Anliegen der Gruppe.

"Wir wollen die Politik zum Handeln bewegen", sagt Andrea Breimeier, Initiatorin der "Artists for Future" in Stade. Schließlich möchte sie nicht so enden wie damals die Dinosaurier, die mit ihrem Aussterben das Ende der Kreidezeit markieren. Sie möchte, dass auch ihre Enkelkinder noch durch Stade laufen und die Stadt genießen können. "Es reicht einfach nicht mehr, dass jeder für sich allein kämpft. Daher haben wir uns zusammengeschlossen." Auch ihre Mitdemonstrantin Angela Steuer nahm an der Aktion - wie auch jeden Freitag vor dem Rathaus - teil. Sie setzt sich ebenfalls dafür ein, die Welt für ihre Enkelkinder zu erhalten. Auch wenn sie ihr Engagement jetzt noch nicht immer nachvollziehen können, hofft sie, dass sie es eines Tages gut finden, "dass Oma sich damals eingesetzt hat".

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