Größtes Schulbauprojekt der Region: Ein Mega-Projekt nimmt an Fahrt auf
Die Arbeiten zum Bildungscampus Riensförde haben begonnen

Nahmen die Baustelle beim Vor-Ort-Termin in Augenschein: Stades Erster Stadtrat Dirk Kraska (v.li.), Projektmanager Niclas Mühlenstädt, Bürgermeister Sönke Hartlef und Thomas Friedrichs, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung
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  • Nahmen die Baustelle beim Vor-Ort-Termin in Augenschein: Stades Erster Stadtrat Dirk Kraska (v.li.), Projektmanager Niclas Mühlenstädt, Bürgermeister Sönke Hartlef und Thomas Friedrichs, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung
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jab. Stade. Hier geht es richtig flott voran: Niclas Mühlenstädt, Projektmanager der Firma Goldbeck Public Partner GmbH aus Bielefeld, erläutert die Schritte, die auf dem künftigen Bildungscampus (BCR) in Stade-Riensförde ab sofort durchgeführt werden. Bis zum Schuljahr 2023/24 soll alles fertiggestellt sein.

Ausmaße lassen sich bereits erahnen

Reges Treiben herrscht inzwischen auf der Baustelle in Riensförde. Schwere Baumaschinen transportieren Sandmassen von A nach B und verteilen die Erde auf der Fläche zwischen dem Stadtweg und der Harsefelder Landstraße. Nach nur wenigen Tagen lassen sich auf dem Areal bereits die Dimensionen des geplanten BCR erkennen. Die Umrisse der Oberschule sind schon erkennbar. Auf dem gesamten Gelände zwischen dem Stadtweg und der Harsefelder Landstraße entstehen in den kommenden zwei Jahren neben einer Oberschule eine Kita, eine Grundschule und eine Sporthalle. Dazu kommen Parkplätze und die Außenanlagen.

Für die weiteren Arbeiten muss das Gelände zunächst auf ein Niveau gebracht werden
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Doch zunächst muss die gesamte Fläche auf ein Niveau gebracht werden. Mühlenstädt erklärt, dass die dunkle Erde zur Seite geschoben und der helle Sand zur Bauvorbereitung auf den Flächen verteilt und teilweise mit Mineralgemisch vermengt wurde. "Es soll so wenig wie möglich Erde von anderen Orten hierher transportiert werden müssen", sagt er. Möglichst alles soll von hier stammen. Was die Sache etwas komplizierter macht: Das Areal wird von den Eisenbahngleisen durchtrennt. Diese dürfen nicht befahren werden, daher müssen die Lkw immer außen herum fahren.

Sobald die Erdarbeiten erledigt sind, geht es mit dem Gründungsbau los. Mit der Baugenehmigung wird noch Mitte dieses Monats gerechnet. Danach starten die Bauarbeiter damit, die Bodenplatte der Oberschule vorzubereiten und zu gießen. Mitte bzw. Ende September, so schätzt Mühlenstädt, beginnen die Arbeiten am Rohbau. Dieser wird in "Lego-Bauweise" aufgestellt. Denn die Bauteile werden in den Hallen der Firma Goldbeck fertiggestellt und zur Baustelle gefahren. Hier werden sie per Kran aufgestellt und montiert. Ein Vorteil für die Anwohner: "Viel Dreck und Lärm findet in unseren Hallen statt", so der Projektmanager. Das sei schonender für die Anwohner, die allerdings rechtzeitig über den Beginn und den Ablauf der Bauarbeiten durch die Stader Verwaltung informiert wurden. Bereits Silvester rechnet Mühlenstädt damit, dass der Innenausbau stattfindet.

Hell soll es werden: Thomas Friedrichs (li.) und Dirk Kraska zeigen, welche Muster für die Gebäude ausgesucht wurden
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Begonnen wird mit der Oberschule, danach folgen die Grundschule sowie der Kindergarten. Als Letztes wird die Sporthalle errichtet. Danach werden der Parkplatz und die Außenanlagen fertiggestellt. Letztere sollen naturnah und grün gestaltet werden und dienen auch als Puffer zwischen den Schulen und dem Wohngebiet.
Zwischen Grund- und Oberschule soll ein Geh- und Radweg verlaufen, der die Wohngebiete miteinander verbindet. Dieser wird durch die Stadt gebaut ebenso wie die Busschleife, die sich im Bereich der Sporthalle und den Parkplätzen befinden wird. "Damit für diese Maßnahmen Fördergelder beantragt werden können, haben wir das übernommen", erklärt der Erste Stadtrat Dirk Kraska.

Keine Angst vor Kostenexplosion

Über eine Kostenexplosion aufgrund der steigenden Rohstoffpreise braucht sich die Stadt beim Bildungscampus keine Gedanken zu machen. Er wird in der sogenannten öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) entstehen. Heißt: Vertraglich wurde ein Festpreis festgehalten. Außerdem kümmert sich die Firma Goldbeck in den kommenden 25 Jahren um die Instandhaltung des Gebäudes und die Technik. Dafür erhält sie eine Aufwandsentschädigung von rund einer Million Euro im Jahr. "Es ist ein Rundum-sorglos-Paket", sagt Mühlenstädt.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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