Flucht aus dem Alltag
Eyline Atas aus Stade erschafft mit ihren Zeichnungen eine neue Welt

Cosplay: Mit Perücke in "japanischer Schuluniform" und einer überdimensionalen Schleife
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  • Cosplay: Mit Perücke in "japanischer Schuluniform" und einer überdimensionalen Schleife
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wei/jd. Stade. Am Anfang waren es die süßen tierähnlichen Figuren aus der Anime-Serie "Pokémon", die es Eyline Atas (24) angetan haben. Als junges Mädchen begeisterte sie sich für alles, was niedlich war und glitzerte. Durch das Internet fand sie mit 13 Jahren den Zugang zu der bunten Welt der Animes und Mangas. "Es war eine Welt, hinter der so viel mehr steckte als niedlich gezeichnete Tiergestalten", sagt die 24-Jährige. "Mit der Zeit wurde die Beschäftigung mit dieser fernöstlichen Subkultur für mich immer mehr zu einer Art Zuflucht aus dem Alltag."

Aber was begeistert überhaupt einen Menschen an dieser für viele befremdlich wirkenden Welt? "Es ist vor allem er große Kontrast zu unserer europäischen Kultur", sagt Eyline. "In dieser Szene treffen viele Menschen aufeinander, die eine gewisse künstlerische Begabung aufweisen", erzählt die Staderin. Sie selbst ist großer Fan der japanischen Kunstszene und zeichnet selbst Bilder. Spezialisiert hat sich die 24-Jährige auf Fan-Comic-Art. Sie greift bestehende Motive auf, die ihr gefallen, vorzugsweise aus Comics, und verleiht ihnen ihre persönliche Note. Bereits als Kind zeichnete sie ihre eigenen Comics und schuf somit kleine Geschichten, bei denen sie in ihre ganz eigene Welt eintauchen konnte. Angefangen hat alles ganz klassisch mit Papier und Stift. Mittlerweile kreiert Eyline ihre kleinen Kunstwerke an einem professionellen und recht kostspieligen Zeichentablet. Viele ihrer Bilder lädt sie auf ihre Instagramseite hoch (www.instagram.com/oo_exli_oo/).

Was die Hobby-Künstlerin an dieser japanisch und auch koreanisch inspirierten Kunst so begeistert, ist vor allem, dass diese in so vielen unterschiedlichen Formen ausgedrückt werden kann. So zum Beispiel durch das Cosplay (siehe Kasten), bei dem es nur vordergründig ums Verkleiden und Kostümieren geht.
"Es gibt aber leider viele Vorurteile gegenüber dieser Szene", bedauert Eyline. Das Cosplay sei nur ein Beispiel. Oft heiße es, die Jugendlichen hätten offenbar das Erwachsenwerden verpasst. Denn es sei schließlich kindisch und albern, sich zu verkleiden. Die vielen Vorurteile gegenüber dieser Welt der Mangas und Animes erschwerten es gerade jungen Menschen, offen über ihr Hobby zu sprechen. Auch die Staderin hatte damit am Anfang Probleme. Sie befürchtete, in ihrer Umgebung auf Ablehnung zu stoßen.
Gerade die sozialen Medien hätten aber dafür gesorgt, dass diese Kultur sehr schnell den Weg aus Asien hier nach Deutschland geschafft habe und hierzulande immer mehr Anhänger finde. Diese Popularität wirke sich positiv auf die Akzeptanz dieser Szene in unserer Gesellschaft aus. Auch die 24-Jährige hat heute keine Hemmungen mehr, ihr Hobby offen auszuleben.

"Im Prinzip ist die Szene rund um diese asiatischen Comics ein Zusammenschluss von vielen Menschen auf der ganzen Welt, die ein gemeinsames Hobby pflegen", sagt Eyline. Und das wirke verbindend rund um den Globus. Während die Japan-Szene immer mehr junge Künstler hervorbringe, die sich von dem fernöstlichen Zeichenstil inspirieren ließen, würden sich im Musikbereich wie beispielsweise in der K-Pop-Szene immer mehr Menschen zu Tanzgruppen zusammenfinden. Erst diese weltweite Community mache das Ganze lebendig und spannend. 

Ein ABC der asiatischen Kultur

Anime: In Japan produzierte Zeichentrick- und Animationsfilme sowie Serien.
Cosplay: Beim Cosplay werden Charaktere aus einem Manga, Anime, Film, oder Videospiel durch ein Kostüm und das Verhalten möglichst originalgetreu dargestellt.
K-Pop: Koreanische Popmusik, die sich in den 1990er Jahren parallel zum japanischen J-Pop etablierte.
Manga: Der Manga ist das Gegenstück zum Anime und ein japanischer Comic.

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