Das 2019 ausgesetzte Baby hat eine neue Familie
Findelkind Luisa ist jetzt ein Jahr alt

Die kleine Luisa sorgte für Schlagzeilen
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  • Foto: Repro: MSR/Foto: Polizei
  • hochgeladen von Tom Kreib

tk. Stade. Sie heißt nicht mehr Luisa und hat vor Kurzem ihren ersten Geburtstag gefeiert. Die gute Nachricht: Dem kleinen Mädchen, das am Nikolaustag 2019 abends auf dem Stadeum-Parkplatz in Stade ausgesetzt wurde, geht es gut, teilt das Jugendamt des Landkreises Stade mit. Vor allem das zählt. Was dagegen nicht so schön ist: Trotz intensiver Ermittlungen der Polizei wurde die Mutter nicht gefunden, so Stades Polizeisprecher Rainer Bohmbach.

Rückblick: Ein Ehepaar, das gerade sein Auto geparkt hatte, hörte plötzlich ein leises Wimmern. Sie fanden das kleine Bündel Mensch, eingewickelt in ein Handtuch. Die beiden Stader handelten sofort, alarmierten Rettungsdienst und Polizei. Das Baby kam ins Krankenhaus und wurde vom Team dort Luisa getauft. Polizei und Krankenhausteam sind sicher: Wäre das Findelkind nicht so schnell gefunden worden, es hätte nicht überlebt.

Deutschlandweit sorgte die kleine Luisa für Schlagzeilen. In der Stader Landkreisverwaltung trudelten sogar Hilfs- und Adoptionsangebote aus dem Ausland ein. Marschrichtung damals wie heute: Das Kindeswohl steht kompromisslos an allererster Stelle.

Daher verrät das Jugendamt nur wenig aus dem neuen Leben des kleinen Mädchens: "Das Findelkind hat bei einer Familie ein neues Zuhause gefunden. Das Kind, das mit seinen neuen Eltern jetzt außerhalb des Landkreises lebt, entwickelt sich gut", teilt Kreissprecher Christian Schmidt mit.

Die Polizei hatte im Dezember 2019 mit Hochdruck nach der Mutter gefahndet, Menschen gesucht, die eventuell etwas über eine Frau wissen, die schwanger war, aber kein Baby hat. Trotz der Riesenresonanz auf das Schicksal der kleinen Luisa kamen keine Hinweise, die zur Mutter führten. Das heißt: Wenn sich die Frau nicht irgendwann selbst meldet, wird nie aufgeklärt werden, was die Beweggründe für das menschliche Drama am Nikolaustag 2019 waren.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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