Gymnasiallehrer fordern Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren

(lt). Abitur erst nach Klasse 13 und das Sitzenbleiben beibehalten. Diese Kernforderungen sind das Ergebnis einer Tagung der Vertreter von mehr als 20 Gymnasien aus dem Elbe-Weser-Dreieck, die dem Philologenverband Niedersachsen (PHVN) angehören.
Die Rückkehr zum Abitur nach Klasse 13 statt nach Klasse zwölf (G9 statt G8) biete die Chance, den Lernstoff zu entzerren und in höhere Jahrgänge zurück zu verlagern, so Wolfgang Ehlers, stellvertretender Landesvorsitzender des Philologenverbandes. Der Unterricht in G9 sei nachhaltiger, gerade jüngere Schüler könnten den Stoff besser verarbeiten und hätten am Nachmittag auch einmal Zeit für ihre Hobbys.
Keineswegs verzichten möchte der PHVN auf das Sitzenbleiben. Für einen Teil der Schülerschaft sei dies eine wichtige Voraussetzung, sich in bestimmten Phasen noch einmal ernsthaft anzustrengen, um die Lernrückstände abzubauen, so Ehlers, der am Gymnasium in Harsefeld unterrichtet.
So einfach sei es ohnehin nicht, sitzen zu bleiben. Nur wer zwei Fünfen auf dem Zeugnis habe, die nicht durch zwei dreien ausgeglichen werden können, müsse wiederholen, sagt Ehlers.
Umfassende Defizite in mehreren Fächern könnten nicht durch Nachhilfeunterricht abgebaut werden. Das Sitzenbleiben biete den Schülern die Chance auf einen echten Neustart. "Und die Schüler haben endlich wieder Erfolgserlebnisse", sagt Ehlers.

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