Ungefährliches Naturschauspiel
Harmlose Gespinstmotte verschleiert Bäume im Landkreis Stade

Weder Spinnen noch Eichenprozessions-spinner sind für die Schleier verantwortlich. Es ist die Gespinstmotte
  • Weder Spinnen noch Eichenprozessions-spinner sind für die Schleier verantwortlich. Es ist die Gespinstmotte
  • Foto: Sandra Reimers
  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Landkreis. Wer "verschleierte" Bäume oder Sträucher sieht, hat häufig die gefährlichen Eichenprozessionsspinner im Sinn, vor denen sich Mensch und Tier bloß fernhalten sollten. Auch im Landkreis Stade lassen sich dieser Tage mancherorts die Schleier entdecken. Allerdings steckt hier meist die harmlose Gespinstmotte dahinter.

Die gelb-grauen Raupen mit dem schwarzen Kopf ernähren sich von den frischen Trieben der Pflanzen. Etwa 40 Arten von Gespinstmotten leben in Deutschland. Einige sind auf bestimmte Sträucher wie Pfaffenhütchen, Schlehe oder Traubenkirsche spezialisiert. Während die Raupen der Gespinstmotte die Futterpflanze oft kahlfressen, überziehen sie den Strauch dabei mit weißen Gespinsten. Diesen seidigen Schleier spinnen die kleinen Tiere, um sich vor Fressfeinden und vor Regen zu schützen.

Mit der Verpuppung der Raupen im Juni endet die Nahrungsaufnahme. Anfang Juli schlüpfen dann die Falter. Diese haben fast immer weiße Flügel mit schwarzen feinen Punkten. Der kahlgefressene Strauch treibt im Normalfall später im Jahr wieder aus.

Unterschied zum Eichenprozessionsspinner

Anders als die für Menschen gefährlichen Eichenprozessionsspinner besitzen die Raupen der Gespinstmotten keine langen Haare und sind völlig harmlos. Daher sollten sie am Strauch belassen werden und keine Insektizide zum Einsatz kommen. Vielmehr können die natürlichen Fressfeinde der Gespinstmotte gefördert werden. Das sind neben Schlupfwespen und Wanzen vor allem Gartenvögel wie die Meisen.

Vorsicht vor invasiven Arten
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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