Von Stade nach Goldap in Polen
Hilfstransport der Johannniter

Landrat Kai Seefried (Mitte) mit den Johanniter-Einsatzkräften Kevin Heckmann (rechts) und Hansi Eggert (links) vor der Abfahrt des Hilfstransports.
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  • Landrat Kai Seefried (Mitte) mit den Johanniter-Einsatzkräften Kevin Heckmann (rechts) und Hansi Eggert (links) vor der Abfahrt des Hilfstransports.
  • Foto: Landkreis Stade / Daniel Beneke
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In der Nacht zu Donnerstag ist ein Hilfstransport des Landkreises Stade in den polnischen Partner-Landkreis Goldap gestartet. Einsatzkräfte der Johanniter-Unfallhilfe bringen Güter des täglichen Bedarfs in die Region an der polnisch-russischen Grenze. Die mit Spenden finanzierten Waren sollen zur Versorgung der ukrainischen Vertriebenen, die in Goldap Zuflucht gefunden haben, eingesetzt werden.

Zusammen mit der Kreisgemeinschaft Goldap und in enger Abstimmung mit dem Goldaper Landratsamt hatte der Landkreis Stade zu Spenden aufgerufen. Mehr als 6000 Euro sind zusammengekommen. Von dem Geld haben die Ehrenamtlichen des Stader Ortsverbands der Johanniter jetzt Lebensmittel, Hygieneartikel, Medikamente und Medizinprodukte gekauft, die auf einem Lastwagen verladen worden sind. 3,5 Tonnen auf sechs Europaletten befinden sich jetzt auf dem Lastwagen. D

ie beiden Johanniter-Rettungskräfte Kevin Heckmann und Hansi Eggert werden sich gen Polen auf den Weg machen. Am Freitag wollen sie den Lastwagen in Goldap entladen erreichen, im Laufe des Wochenendes wieder nach Stade zurückkehren.

„Ich bin den Johannitern außerordentlich dankbar dafür, dass sie sich bereiterklärt haben, den Transport der Hilfsgüter in unseren Partnerlandkreis Goldap und die Beschaffung der Sachspenden zu übernehmen“, sagte Landrat Kai Seefried am heutigen Mittwochabend bei einem Besuch am Stader Johanniter-Standort. Dieses herausragende ehrenamtliche Engagement verdiene besondere Anerkennung. Der Chef der Kreisverwaltung zeigte sich beeindruckt von der großen Hilfsbereitschaft der Menschen im Landkreis Stade. Die Spenden seien ein starkes Zeichen der Verbundenheit – mit den polnischen Partnern genauso wie mit den ukrainischen Kriegsvertriebenen.

Hintergrund: Seit 70 Jahren besteht eine Patenschaft zwischen den Landkreisen Stade und Goldap im Osten Polens im Grenzgebiet zwischen der russischen Enklave Kaliningrad, Belarus und Litauen. Zusammen mit dem Sprecher der Kreisgemeinschaft Goldap, dem Rechtsanwalt und Notar Stephan Grigat, hatten sich Vertreter der Stader Kreisverwaltung mit der Goldaper Landrätin Marzanna Marianna Wardziejewska ausgetauscht. Sie berichtete von Hunderten Kriegsvertriebenen aus der Ukraine, die im Landkreis Goldap (rund 25 000 Einwohner) Zuflucht gefunden haben. Die Landrätin teilte den Stadern mit, welche Produkte ganz konkret zur Versorgung der Flüchtlinge benötigt werden. „Über unsere direkten Kontakte ins Goldaper Landratsamt ist sichergestellt, dass die Hilfe auch dort ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird“, betonte der Stader Landrat Seefried.

Landrat Kai Seefried (Mitte) mit den Johanniter-Einsatzkräften Kevin Heckmann (rechts) und Hansi Eggert (links) vor der Abfahrt des Hilfstransports.
Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine, die in Goldap angekommen sind
Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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