Innerhalb weniger Tage 18 Neuinfizierte
Höchster Anstieg der Corona-Infektionen im Landkreis Stade seit Anfang April

Das Coronavirus bleibt weiterhin eine Gefahr
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jd. Stade. Die Corona-Beschränkungen werden immer weiter gelockert. Das verleitet offenbar immer mehr Menschen dazu, auch recht locker mit den noch bestehenden Vorschriften umzugehen. Dass einige inzwischen auf Abstands- und Hygieneregeln pfeifen, zeigt ein Beispiel aus dem Landkreis Leer: Bei einer Feier in einem Restaurant haben sich mehrere Gäste mit dem Coronavirus angesteckt. Bis Montag gab es 18 Infizierte.

Die gleiche Anzahl an Neuinfektionen hat es in den vergangenen Tagen auch im Landkreis Stade gegeben. Allein an Himmelfahrt meldete der Landkreis zehn neue Fälle.

Gefahr längst nicht gebannt

Dass es innerhalb von nur vier Tagen plötzlich so viele neue Corona-Infektionen gab wie zuvor in einem gesamten Monat, zeigt: Die Gefahr ist längst nicht gebannt. Auf WOCHENBLATT-Nachfrage erklärte der Landkreis, dass mindestens drei Familien aus dem Raum Stade betroffen seien. Die zunächst zehn Infizierten und die sechs weiteren Fälle am Sonntag rechne man einem einzigen sogenannten Infektionscluster zu. Das heißt: Zumindest einzelne Personen aus den betroffenen Familien standen in direktem Kontakt zueinander und haben sich dabei angesteckt.

Auf der Suche nach der Quelle

Unklar soll nach Mitteilung des Landkreises weiter sein, wo genau sich die ersten Infizierten das Virus eingefangen haben könnten. Eine Feier in einem Lokal wie bei dem Fall im Landkreis Leer soll es aber nicht gegeben haben. "Es laufen derzeit routinemäßig Ermittlungen, um die möglichen Quellen und Zusammenhänge der Infektionen zu klären", heißt es genauso vielsagend wie nichtssagend vom Landkreis.
Dass das WOCHENBLATT zweimal nachbohren musste, um bei diesem höchsten Zuwachs an Neuinfektionen seit Anfang April halbwegs substanzielle Fakten zu erhalten, lässt die Informationspolitik des Landkreises nicht gerade in einem positiven Licht erscheinen.

Die Menschen haben die Einschränkungen bisher stoisch hingenommen. Im Gegenzug dürfen sie zu Recht erwarten, von den Behörden umfassend über das Corona-Geschehen informiert zu werden. Wie man transparent informiert, hat der Landkreis Leer vorgemacht.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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