Corona-Zahlen steigen sprunghaft an
Infektionen mit dem Coronavirus: Harburg hat Stade überholt

Die Grafik macht deutlich, wie stark die Zahl der Corona-Infektionen gerade in der vergangenen Woche in den Landkreisen Stade und Harburg angestiegen ist
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  • Die Grafik macht deutlich, wie stark die Zahl der Corona-Infektionen gerade in der vergangenen Woche in den Landkreisen Stade und Harburg angestiegen ist
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(jd). Die Kurven zeigen steil nach oben: Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter rasant aus. Experten schätzen, dass die von Bund und Ländern verhängten Maßnahmen zur Eindämmung des SARS-CoV-2-Erregers erst in den kommenden zwei Wochen greifen werden und die Zahl der Neuinfektionen dann nicht mehr so rapide steigt. Dass rasch gehandelt werden musste, zeigt ein Blick auf die Entwicklung in den vergangenen zwei Wochen. Deutschlandweit ist die Zahl der positiv getesteten Personen in diesem Zeitraum um mehr als das 25-Fache gestiegen, in Niedersachsen sogar um das 47-Fache. Würde es so ungebremst weitergehen, wäre in Deutschland in vier Wochen ein Viertel der Bevölkerung infiziert, in Niedersachsen sogar die Hälfte. Auch die Zahlen in den Landkreisen Stade und Harburg würden dann Anlass zur Sorge bereiten. Zunächst bleibt aber zu hoffen, dass die Steigerungsraten bei neuen Corona-Fällen in Folge der behördlichen Verbote deutlich zurückgehen.

Bei der Zahl der positiv getesteten Personen hat der Landkreis Harburg den Landkreis Stade mittlerweile überholt. Am Dienstag gab es in Harburg 95 Corona-Fälle, während es in Stade 73 waren. Besonders deutlich sind die Unterschiede, wenn man auf die Steigerungsraten in den vergangenen zwei Wochen blickt. Der Landkreis Stade verzeichnete hier einen Anstieg um etwa das Zehnfache, bei den Nachbarn aus Harburg ist es immerhin das 29-Fache. Auch hier eine Prognose, falls die Maßnahmen nicht greifen sollten und die Entwicklung ungehemmt weitergeht: In vier Wochen wären im Landkreis Stade fast 6.000 Menschen infiziert, im Landkreis Harburg bereits mehr als 70.000.

Um eine Vergleichsbasis zu haben, inwieweit bestimmte Regionen und Landkreise vom Coronavirus betroffen sind, wird bei den Statistiken ein Wert berechnet, der sich auf 100.000 Einwohner bezieht. Je mehr Menschen infiziert sind, umso stärker steigt auch dieser Wert an. Niedersachsenweit liegt er derzeit bei 22,3. Das bedeutet, von 100.000 Menschen haben 22,3 das Coronavirus. Das liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (35,0). Hamburg hat hat hier mit 53,7 den höchsten Wert aller Bundesländer. Auch hier liegt der Landkreis Harburg (34,4) vor dem Landkreis Stade (32,5). Deutlich geringe Werte verzeichnen hier noch - bis auf den Landkreis Lüneburg - die Nachbarkreise. Im Heidekreis sind es derzeit nur 4,3 Infizierte auf 100.000 Einwohner.

Das sind Zahlen, die auf statistischen Werten beruhen und auf theoretischen Rechenbeispielen basieren. Sie sollen keine Panik schüren, aber dennoch aufzeigen, welches Risikopotenzial dieses Virus in sich birgt. Denen, die Corona bisher auf die leichte Schulter genommen haben, soll auf diese Weise vor Augen geführt werden, was passieren könnte, wenn man bisher nichts gegen das Virus unternommen hätte. Vor diesem Hintergrund sollte jeder Verständnis für das Handeln der Behörden aufbringen. Das weitreichende Kontaktverbot dürfte dazu beitragen, dass die Zahlen nicht mehr so stark ansteigen.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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