Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises schlagen Alarm
Ist die Frühchen-Intensivpflege in Stade gefährdet?

Die Gleichstellungsbeauftragten befürchten, dass der Weggang der neun Hebammen auch Einfluss auf die Kinderklinik mit der Frühchen-Intensivpflege hat Foto: Archiv/unsplash.com/Tim Bish
  • Die Gleichstellungsbeauftragten befürchten, dass der Weggang der neun Hebammen auch Einfluss auf die Kinderklinik mit der Frühchen-Intensivpflege hat Foto: Archiv/unsplash.com/Tim Bish
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mke. Stade. Nun schlagen auch die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Stade Alarm. "Die Lage ist ernst", sagen Andrea Jülisch und Anne Behrends stellvertretend für die AG der Gleichstellungsbeauftragten. Nachdem neun Hebammen das Elbe Klinikum Stade verlassen haben (das WOCHENBLATT berichtete), stellen die beiden nun die Frage: Was hat das für Konsequenzen für die Gesundheit rund um die Geburt?

Hebammenversorgung schon längere Zeit Thema

Jülisch und Behrends sind zutiefst beunruhigt. Nicht nur sie fragen sich, ob Frauen demnächst zur Geburt andere Krankenhäuser anfahren müssen. Ebenso sei nicht geklärt, ob die Kinderklinik mit der Frühchen-Intensivpflege gehalten werden könne. Schon seit längerer Zeit beschäftigt sich die AG mit diesem Thema und will gemeinsam mit dem Frauennetzwerk auf die mangelnde Hebammenversorgung aufmerksam machen.

Forderung nach Lösungssuche

Die AG fordert, dass sich Vertreter der Elbe Kliniken gemeinsam mit Vertretern der Kreisverwaltung und der Stader Stadtverwaltung zusammensetzen und eine Lösung für dieses Problem finden. Dabei gehe es auch um die Frage, ob in Zeiten eines starken Hebammenmangels das Modell der angestellten Hebammen überhaupt noch Zukunft hat. „Uns ist auch die Nachhaltigkeit bei der Lösungssuche wichtig: Wir wünschen uns, dass die Elbe Kliniken als Kooperationspartner im Rahmen des Dualen Studiums den Studentinnen der umliegenden Unis und Hochschulen Praxisplätze anbieten“, so Jülisch. Sie ist überzeugt, wer einmal im Landkreis Fuß gefasst habe, werde sich nach dem Studium auch hier niederlassen.

„Der Landkreis mit seinen 200.000 Einwohnern und mehr als 2.200 Geburten jährlich könnte mit seinen zwei Standorten der Elbe Kliniken in Stade und Buxtehude ein begehrter Standort für Hebammen sein, wenn die Arbeitsbedingungen stimmen“, ergänzt Behrends. „Das wäre eine nachhaltige Lösung, die zudem unseren Wirtschaftsstandort für junge Familien attraktiv machen würde.“

Autor:

Mareike Kerouche aus Stade

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