Jetzt aber los: Endspurt bei den Gehölzschnitten

Die Azubis Franziska Meinert und Marcel Mietz setzen die Gartenschere bei einem Schmetterlingsflieder an Fotos: jab
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Wer im Sommer einen gepflegten Garten möchte, muss sich jetzt beeilen / Tipps vom Profi

(jab.) Der Frühling nähert sich unaufhaltsam und die ersten Bäume und Sträucher fangen ganz langsam wieder an auszutreiben.

Was den einen freut, wird dem anderen die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Denn jetzt ist es höchste Zeit, seinen Garten auf Vordermann zu bringen. Noch bis Ende Februar haben Hobbygärtner die Möglichkeit, Bäumen, Sträuchern und auch Hecken einen radikalen Schnitt zu verpassen. Wer jetzt nicht zu Schere und Säge greift, muss bis Oktober warten. Denn erst dann ist das radikale Zurückschneiden, außer mit Sondergenehmigung, wieder erlaubt. Kleinere Formschnitte sind allerdings über das ganze Jahr erlaubt. Das WOCHENBLATT hat einem Profi über die Schulter geschaut.

"Die meisten arbeiten zu genau", sagt der Meister im Garten- und Landschaftsbau und Ausbilder im CJD Bremervörde, Benedikt Riebesell. Er empfiehlt weniger zimperlich zu sein, da die Pflanzen den sogenannten "Verjüngungsschnitt" unbedingt benötigen. Dicke, alte und tote Äste müssen raus und junge Triebe etwas gekürzt werden, damit die Pflanzen nicht verholzen und am Ende kaum noch Blätter sowie Früchte tragen.

Auch der "Erziehungsschnitt" ist wichtig, besonders für junge Bäume und Sträucher. Dadurch erhalten sie die richtige Wuchsrichtung und die richtige Form, die je nach Gehölz unterschiedlich ist. So wird die Pflanze zur Ausbildung käftiger Triebe und zu einer ertragreicheren Fruchtproduktion angeregt.

Der "Korrekturschnitt" sollte auch unbedingt jetzt noch vorgenommen werden, bevor im März die Brut- und Setzzeit beginnt. Bei diesen Schnitten darf man auch ruhig etwas radikaler vorgehen. Hier aber ein wichtiger Tipp vom Meister: "Erkundigen Sie sich unbedingt vorher nach den Schnittzeiten Ihrer Pflanze. Einige sollten besser erst später im Jahr geschnitten werden." Aber auch hier müssen beim Zurückschneiden die gesetzlichen Vorschriften beachtet werden, so der Gärtnermeister.

Die meisten Pflanzen benötigen ausreichend Luft und Licht, daher ist es enorm wichtig, regelmäßig die Kronen von Obstgehölzen auszudünnen. Hier gelte der berühmte Gärtnerspruch: "Man muss eine Mütze durchwerfen können."

Hobbygärtner brauchen für die Pflege ihrer Gehölze aber keine große Ausrüstung wie die Profis, so Riebesell, "Eine Handsäge für's Grobe und eine Gartenschere für die Feinheiten." Dabei sollte auf saubere Schnitte geachtet werden, damit es zu keinen Quetschungen an den Ästen kommt. Abgeschnitten werden die Äste immer direkt am Stamm. Schon steht einem schönen und gepflegten Garten nichts mehr im Wege.

Die Azubis Franziska Meinert und Marcel Mietz setzen die Gartenschere bei einem Schmetterlingsflieder an Fotos: jab
Der Rückschnitt ist erledigt: Der Fliederbusch kann wieder austreiben

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