Kirche und Gemeinde planen barrierefreie Doppelhäuser für Altländer Senioren

Hinter Pastor Uwe Junge (li.) und Bürgermeister Timo Gerke wäre Platz für die Doppelhaushälften.
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lt. Hollern-Twielenfleth. Was tun, wenn das Alter seinen Tribut fordert und die Arbeit in Haus und Garten einem über den Kopf wächst? In vielen ländlich geprägten Regionen stehen Senioren vor dem gleichen Problem: Sie wollen nicht aus ihrem Heimatdorf wegziehen und bleiben deshalb in für sie viel zu großen und nicht barrierefreie Häusern wohnen.
Um älteren Menschen in Hollern-Twielenfleth eine Alternative zu bieten, haben sich Bürgermeister Timo Gerke und Pastor Uwe Junge zusammengetan und eine Idee entwickelt. Auf einem ca. 5.500 Quadratmeter großen Grundstück der Kirche, das direkt gegenüber einer Arztpraxis und nur einen Katzensprung vom Penny-Markt entfernt liegt, sollen fünf behindertengerechte Doppelhäuser gebaut werden. Die zehn Hälften sollen an Senioren aus dem Ort verkauft werden.
Gerke und Junge hätten in zahlreichen Gesprächen immer wieder festgestellt, dass die Altländer gerne im eigenen Häuschen in ihrem Heimatdorf alt werden wollen, sagen die engagierten Männer unisono. Einen Investor für das Projekt haben sie auch schon gefunden.
Die Sache hat bloß einen Haken: Rechtlich ist es kompliziert festzulegen, dass die Häuser ausschließlich an Senioren verkauft werden dürfen und z.B. nach deren Tod nicht an die Enkelkindern vererbt werden.
"Wir wollen sicherstellen, dass nur die Älteren von dem Angebot profitieren und in den Häusern leben", sagt Uwe Junge. Einen Fall wie im Feriendorf, wo entgegen der Festsetzung im Bebauungsplan viele Häuser dauerhaft bewohnt seien, gelte es unbedingt zu verhindern. Man habe bereits festgestellt, dass eine entsprechende Klausel im Bebauungsplan nicht ausreichend sei.
Derzeit suchen die Juristen der Kirche aus Stade und Hannover nach einer Lösung. Sobald die gefunden sei und die Landeskirche Hannover als Eigentümer des Grundstücks dem Vorhaben zugestimmt habe, könne es losgehen.

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