Rückkehr zum Normalbetrieb
Kliniken in Buchholz und Winsen führen wieder Operationen durch

Auch das Krankenhaus in Buchholz soll zu maximal 80 Prozent ausgelastet sein
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jd/mke. Buchholz/Winsen. Die Krankenhäuser dürfen die Patientenversorgung wieder ausweiten, nachdem sie zuvor rund die Hälfte ihrer Betten für COVID-19-Patienten freihalten und alle planbaren Operationen verschieben mussten. Nach den neuen behördlichen Vorgaben müssen noch 25 Prozent der Intensivplätze und rund 20 Prozent der Plätze auf den Normalstationen für Corona-Erkrankte bereitgehalten werden. Zur Rückkehr in den "Normalbetrieb" gehört auch, dass jetzt langsam die verschobenen Operationen wieder durchgeführt werden. Neben der Dringlichkeit, beispielsweise bei Tumorerkrankungen, wird in diesem Bereich die Patienten-Warteliste abgearbeitet. Seit fast zweieinhalb Wochen herrscht im Buchholzer Krankenhaus fast wieder normaler OP-Betrieb. Nicht ganz so schnell läuft der Betrieb im Winsener Krankenhaus wieder an. Da gegenwärtig viele Intensivkapazitäten gebunden sind, kann hier nur eine schrittweise Wiederaufnahme stattfinden.

Nur bis zu 80-prozentige Auslastung wegen Personalknappheit

Doch auch wenn die große Corona-Patientenwelle zum Glück ausgeblieben ist, ist es vorgesehen, dass die Kliniken nur zwischen 70 und 80 Prozent ausgelastet werden. "Das ist aber weniger der Bettenknappheit als vielmehr der Personalknappheit geschuldet", erklärt Dr. Christian Pott, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Buchholz. "Die Pflege von Corona-Patienten ist personell recht aufwendig." In Buchholz wurden zeitweise 26 Patienten behandelt, bei rund 100 Fällen musste eine Abklärung mit definitivem Ausschluss einer Erkrankung behandelt werden. Manche COVID-19-Patienten mussten bis zu 16 Tage im Buchholzer Krankenhaus bleiben, zwei von ihnen litten unter so schlimmen Symptomen, dass sie intubiert werden mussten.

"Aktuell nur noch ein Patient in beiden Häusern"

In der Winsener Klinik musste sich das Personal bislang um 51 Corona-Patienten kümmern, dazu kamen 120 Verdachtsfälle. Sechs Patienten mussten beatmet werden, fünf von ihnen sogar mit Intubation. Durch den schweren Verlauf mussten einige Patienten bis zu 30 Tage im Krankenhaus bleiben. "Aktuell haben beide Häuser nur noch einen Patienten im Haus", erklärt der Ärztliche Direktor.

Sicherheitskonzept

Um in Zukunft auch in Corona-Zeiten die Rückkehr zum "Normalzustand" zu gewährleisten, sind die beiden Kliniken darauf bedacht, dass die bereits bestehenden Hygieneregeln eingehalten werden, beide Krankenhäuser haben zudem ein Besucherkonzept entwickelt und behalten sich das Recht vor, einzelne Patienten vor der Aufnahme einem Test zu unterziehen.

Des Weiteren werden die Isolationsbereiche, die ausschließlich mit COVID-19-Patienten und Verdachtsfällen belegt werden, beibehalten. Die Aufnahmebereitschaft der Intensivstationen wird aber sichergestellt, so Dr. Pott. Auch in den Elbe Kliniken kehrt Normalität ein

Auch Elbe Kliniken fahren betrieb wieder hoch

jd. Stade. Auch die Elbe Kliniken fahren ihre Kapazitäten jetzt wieder hoch. Nach den neuen behördlichen Vorgaben wäre eine rund 80-prozentige Auslastung möglich. Auf diese Quote werden die Elbe Kliniken vorerst aber wohl nicht kommen.

Allein schon aus organisatorischen Gründen sei es nicht möglich, die 80-prozentige Auslastung zu erreichen, meint Dr. Dietmar Wietholt, Medizinischer Direktor der Elbe Kliniken. Der Aufwand für COVID-19-Patienten sei wesentlich größer. Es müssten Einzelzimmer bereitgehalten werden und es sei auch mehr Personal erforderlich.

"Fakt ist aber, dass die Elbe Kliniken jeden Notfall aufnehmen und so lange und intensiv behandeln, wie es medizinisch notwendig ist", erklärt der Medizinische Direktor. Dafür seien die Intensiv- und Beatmungskapazitäten an beiden Standorten zusammen von 30 auf 50 Plätze erweitert worden.
Auch der OP-Betrieb nimmt wieder Fahrt auf. In Stade werden zunächst Menschen mit schweren Erkrankungen wie Herzkrankheiten oder Schlaganfälle sowie Krebs- und Schmerzpatienten operiert. "Die dann noch vorhandenen OP-Kapazitäten werden von allen Fachbereichen genutzt, um ausgefallene Operationen nachzuholen", erläutert Wietholt. So führe man die Elbe Kliniken schrittweise an den Normalbetrieb heran.

Autor:

Mareike Kerouche aus Stade

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