Helfer und Stoffspenden benötigt
Landfrauen nähen Behelfs-Mundmasken

Renate Placke schneidert fleißig Mund- und Nasenbedeckungen für Pflegedienst und Co.
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jab. Landkreis. Nur wenige Tage sind vergangen, seitdem die Landfrauen im Landkreis Stade vor allem über die sozialen Netzwerke dazu aufgerufen haben, Behelfs-Mundschutze zu nähen. Doch schon jetzt seien weit mehr als 1.000 Stück zusammengekommen, sagt Petra Behr, Vorstandsmitglied der Kreislandfrauen. Und die Landfrauen machen fleißig weiter. Denn derzeit sind solche Masken Mangelware.

Initiiert wurde die Aktion von den Jungen Landfrauen, die dann auch das Ganze via Facebook gestartet haben. Mit rund 6.000 Mitgliedern verbreitete sich der Aufruf, Mund- und Nasenmasken zu nähen und Stoffe zu spenden, wie ein Lauffeuer. Normalerweise nähten die Landfrauen gern zusammen, z.B. Kissen für Krebspatientinnen. Doch da dies im Moment nicht möglich sei und viele zuhause sitzen, könnten sie so wenigstens etwas Sinnvolles tun, meint Behr.

„Wir wissen, dass ein Behelfs-Mundschutz aus Baumwolle nicht vor Corona schützt", so Behr. Dennoch verhindern sie, dass sich Tröpfchen des Trägers beim Sprechen, Husten oder Niesen ungehindert verteilen können. Daher seien die Masken vor allem bei Pflegediensten und -heimen stark nachgefragt. Unterstützung erhielten die Landfrauen bei ihrer Aktion auch durch die Kassenärztliche Vereinigung, so die Landfrau.

Aus diesem Grund sind nicht nur Landfrauen aufgerufen, sich an die Nähmaschine zu setzen. Nicht-Mitglieder können sich ebenfalls einbringen. Auch wenn viele der Landfrauen nähen können, kommt es dabei nicht auf das Aussehen an: "Hauptsache, es wird etwas gemacht", betont Behr. Eine Nähanleitung stellt der Deutsche Hausärzteverband zur Verfügung. Auf den Seiten der Ortsvereine der Landfrauen (www.kreislandfrauen-stade.de, "Unsere 10 Vereine") ist sie abrufbar. Aber im Internet lassen sich weitere Schnittmuster und Beispiele finden.

Doch nicht nur Nähbegeisterte sind bei dieser Aktion wichtig. Auch Stoffe, Schrägband usw., die einen Kochwaschgang vertragen, werden dringend benötigt. An vielen öffentlichen Stellen wie Apotheken können Stoffe, aber auch fertige Baumwollmasken in die dafür vorgesehenen Sammelboxen gebracht werden.
Weitere Informationen und Adressen der Sammelstellen gibt es auf www.kreislandfrauen-stade.de oder per E-Mail an klf-stade@outlook.de.

Renate Placke schneidert fleißig Mund- und Nasenbedeckungen für Pflegedienst und Co.
Nadja Alpers fertigt Masken aus allerlei bunten Stoffen
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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