Leidenschaftlicher Sammler aus Stade: Unter jedem seiner Helme steckte ein Retter

Eine Kammer voll Feuerwehr-Devotionalien: neben 300 Feuerwehrhelmen hortet Stefan Braun in seiner Wohnung Mützen und Uniformen
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Blaulicht total: Stefan Braun trägt Kopfbedeckungen von Brandschützern aus aller Welt zusammen / Schon 300 Exemplare

tp. Stade. Mit einem Alt-Stader Feuerwehrhelm nahm die Sammlung ihren Anfang, inzwischen hortet Stefan Braun (55) aus Stade zahlreiche Kopfbedeckungen von Brandschützern aus aller Welt. Für den sympathisch-verrückten Feuerwehr-Enthusiasten gilt das Lebensmotto: Blaulicht total! Neben Feuerwehrhelmen sammelt der Pressesprecher der Stader Feuerwehr Mützen und Uniformen. Wichtig: Sie müssen getragen sein.
"Unter jedem Helm steckte ein Retter, so hat jedes Sammlerstück eine eigene Geschichte", sagt Stefan Braun und präsentiert stolz eine Kammer voll Feuerwehrhelme. Mehr als 300 Exemplare von allen Kontinenten hat Braun, der als Redakteur bei den Hamburger Hafennachrichten arbeitet, in seiner Freizeit zusammengetragen.

Längst sind die räumlichen Kapazitäten des kleinen Sammlerzimmers ausgeschöpft, sodass Brauns Freunde und Bekannte Feuerwehr-Devotionalien auch im Flur und im gemütlichen Wohnzimmer bestaunen können. "Zum Glück habe ich eine sehr duldsame Frau", sagt Stefan Braun und wirft seiner Angela ein Lächeln zu.

Im Jahr 1980 fing er auf der Messe "Interschutz" in Hannover Feuer für sein Hobby: Auf der Ausstellung fiel ihm ein Prospekt eines US-amerikanischern Feuerwehrausstatters in die Hände. Besonders die traditionellen amerikanischen Lederhelme hatten es ihm und drei Freunden aus Stade, die damals ebenfalls mit dem Sammeln begannen, angetan. Auf Skandinavien-Reisen, die Stefan und Angela Braun unternahmen, klapperte das Paar - aus allgemeinem Interesse am Brandschutzwesen - etliche Feuerwehrwachen ab. "Dabei staubte ich unter anderem in Schweden und Dänemark peu à peu einige Helme ab", berichtet Stefan Braun. Zu seiner XXL-Kollektion gehört sogar der Helm des Feuerwehr-Kommandanten der schwedischen Stadt Malmö.

Auf Sammlerbörsen, etwa beim Oldtimer-Treffen im Nordheide-Ort Dibbersen, in Antik-Läden und bei eBay erwarb der Familienvater weitere Helme aus aller Herren Länder - von Holland über Syrien bis Nordkorea und Japan, wo die Helme mit einer weiten, feuerfesten Stoffschürze versehen sind. Es gibt weltweite Unterschiede: In kühlen Regionen trägt man eher dunkle - mitunter schwarze - Helme, in heißen Gegenden der Erde bevorzugen die Retter einen Kopfschutz in Wärme reflektierendem Weiß, Beige oder Gelb. Doch aufgrund der Globalisierung, so Stefan Brauns Beobachtung, gleiche sich sie Feuerwehrtracht allmählich weltweit an. "Dabei geht leider die Vielfalt verloren", bedauert er.

Noch gibt es auf dem Sammlermarkt viel Einmaliges zu ergattern. Jüngst ging für Stefan Braun ein Traum in Erfüllung: Von einem Amerikaner erwarb er den Original-Feuerwehrhelm aus der Erfolgs-TV-Serie "Chicago Fire" mit den Original-Unterschriften der Hauptdarsteller. Mit knapp 1.500 Euro ist dieser Kopfschutz sein teuerstes Sammlerstück. "Die Ausgabe war es mir wert", sagt Stefan Braun. Der Helm stammt aus einer wohltätigen Versteigerung.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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