Kirn geht in den Ruhestand
Leiterin des Diakonieverbands Stade und Buxtehude gab der Institution ein Gesicht

Annette Kirn hat die Region kennen und lieben gelernt Foto: jab
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  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. "Es ist Zeit zu gehen", sagt die Leiterin des Diakonieverbands Stade und Buxtehude Annette Kirn (66). Nach 17 Jahren im Amt geht sie Ende Juni in den Ruhestand. Zeit für sie, zurückzublicken.

Annette Kirn, die ursprünglich aus Stuttgart stammt, kam 2002 zum Diakonieverband, in einer Zeit, in der der Verband gerade aus zwei eigenständigen Institutionen zu einer neuen entstand. Ein Team unter eine Leitung zu bringen, war ihre Aufgabe und brachte viele organisatorische Veränderungen mit sich.

Innerhalb des Verbands trafen dabei zwei Welten aufeinander. Denn Kirn war vorher in der privaten Wirtschaft als Volkswirtin tätig. "Wir sind es gewohnt, zielorientiert zu arbeiten und Entscheidungen zu treffen", meint sie. "Nun hatte ich mit Sozialpädagogen und Psychologen zu tun. Diese hinterfragen die Dinge viel mehr." Das sei aber auch gut so. Letztendlich klappte die Fusion, auch wenn es manchmal schwierig war. Das sei bei solchen Prozessen aber normal, bestätigt Kirn. Was ihr in all den Jahren immer wichtig war, war die ständige Weiterqualifizierung ihrer Mitarbeiter. Denn Kirn legt großen Wert auf "hochfachliche Kompetenzen". Zudem sorgte sie für eine stetige Weiterentwicklung der Beratungsstellen sowie der Projekte. Auch die Öffentlichkeitsarbeit stand im Fokus ihrer Arbeit.

Während ihrer Tätigkeit als Leiterin konnte sie einige Änderungen in der Nachfrage an Beratungsangeboten feststellen. Neben Inklusionskonzepten und der Intensivierung der Integrationsarbeit ist die Schuldnerberatung und Prävention an Schulen mehr in den Fokus gerückt. Auch die Zusammenarbeit mit den Tafeln wurde vertieft, sei aber teilweise noch ausbaufähig, so Kirn.

Zu den schönsten Momenten ihrer Amtszeit zählen die Dienstreisen, die sie sehr geprägt haben, so die Verbandsleiterin. Sie besuchte beispielsweise Argentinien, Uruguay und Israel. "Das waren keine Tourismusreisen. Man kommt direkt mit den Vertretern vor Ort in Kontakt. Ich durfte tolle Projekte und Menschen kennenlernen."

Nach ihrer Verabschiedung wird sie gemeinsam mit ihrem Mann, der noch als Professor in den Niederlanden arbeitet, zurück nach Stuttgart ziehen und einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Auch in Zukunft wird Annette Kirn ihren bisher nicht erfüllten Wunsch weiterverfolgen: Ihr schwebt der Austausch von Mitarbeitern der Diakonieverbände mit anderen Ländern vor, um voneinander zu lernen. In ihrer neuen bzw. alten Heimat wird sie zudem ihrem Lehrauftrag in Heidelberg nachgehen und weiterhin ihre zahlreichen Ehrenämter ausüben.

Vermissen wird sie in Stuttgart ihre Freunde, aber auch die einzigartige Landschaft und Weite. "Es waren wunderbare Jahre. Wenn ich gefragt werde, ob ich die Entscheidung für diese Aufgabe wiederholen würde, antworte ich definitiv mit Ja", sagt Annette Kirn.

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